Mikroklimatisches Regenerationspotential

Erdoberflächendynamiken nach einem experimentellen Waldbrand, Teilvorhaben Mikroklimatisches Regenerationspotential

Universität Göttingen, Nachwuchsgruppe Landschaftsresilienz, Dr. Birgitta Putzenlechner

Mikroklima und Vegetation vor und nach dem Feuer

Wenn das Feuer gelöscht ist, beginnt für die Vegetation die große Herausforderung: Auf der offenen Brandfläche können sich Boden und bodennahe Luft stark aufheizen, Feuchtigkeit geht schneller verloren und schützende Vegetationsstrukturen fehlen. Gleichzeitig beginnt bereits die Regeneration.

Genau dieses Zusammenspiel aus Mikroklima und Vegetationsentwicklung untersuchen wir von der Nachwuchsgruppe Landschaftsresilienz vor und nach dem Brand. Kleine Sensoren messen kontinuierlich Temperatur und Bodenfeuchte. Gleichzeitig erfassen wir die Brandflächen mit Drohnen photogrammetrisch und mit LiDAR, um Vegetationsstruktur, Brandschwere und die räumliche Entwicklung der Vegetation hochaufgelöst abzubilden. So können wir verfolgen, wo besonders heiße und trockene Mikrostandorte entstehen, wo sich Vegetation zuerst zurückmeldet und ob der neue Bewuchs extreme Bedingungen zunehmend abpuffert.

Dabei interessiert uns besonders das Regenerationspotenzial der Brandflächen: Welche Bedingungen bieten gute Startvoraussetzungen für die nach dem Brand gepflanzten jungen Bäume? So verbinden wir Mikroklima und Vegetationsfernerkundung direkt mit der Frage, wie erfolgreich sich Wald nach einem Brand wieder entwickeln kann.

Und ein Teil unserer Forschung mit aktuellen Messungen aus dem Untersuchungsgebiet lässt sich live verfolgen: Goslar FFR Lab – Klimaüberwachung

Mikroklimatische Messungen auf der Versuchsfläche
Mikroklimatische Messungen auf der Versuchsfläche

Kontinuierliche Messungen des Mikroklimas auf der Versuchsfläche (Fotos: Dr. Jonas Fierke)