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Exzellenzcluster

Die Universität Göttingen und ihre Partner am Göttingen Campus sind im Wettbewerb um Fördergelder aus der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern dabei. Anfang April 2017 hatte die Universität sechs Antragsskizzen für Exzellenzcluster eingereicht; sie kann nun Vollanträge für vier Cluster einreichen. Bis 21. Februar 2018 müssen die Cluster-Vollanträge eingereicht werden; die endgültige Entscheidung über die Förderung der Cluster fällt im September 2018.

Die Themen sind:

  • Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen
    Ziel des beantragten Clusters ist es, die strukturellen und die sich daraus ergebenden funktionellen Eigenschaften erregbarer Zellen in Herz und Hirn über mehrere Längenskalen hinweg zu verstehen. Hierzu sollen neue biophysikalische Verfahren, im Besonderen abbildende Methoden, entwickelt werden. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen neuartige diagnostische und therapeutische Ansätze für Erkrankungen von Herz und Hirn ermöglicht werden. Sprecher des Vorhabens sind der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen, die Chemikerin Prof. Dr. Claudia Steinem von der Universität Göttingen und der Molekularbiologe Prof. Dr. Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.
  • Primatenkognition – Informationsintegration in einer komplexen sozialen Welt
    Ziel des beantragten Clusters ist das bessere Verständnis der Mechanismen, die dem Sozialverhalten und der Kognition von Menschen und nichtmenschlichen Primaten zugrunde liegen. Hierfür sollen von der Freiland-Forschung bis ins Labor mit innovativen Methoden Verhaltens-, Hormon- und neurophysiologische Daten von Individuen in sozialen Interaktionen erhoben und ausgewertet werden. Sprecherin des Vorhabens ist Prof. Dr. Julia Fischer, Professorin für Primatenkognition an der Universität Göttingen und am Deutschen Primatenzentrum, die von Prof. Dr. Hannes Rakoczy, Prof. Dr. Annekathrin Schacht und Prof. Dr. Stefan Treue unterstützt wird.
  • Konstruktionen des Religiösen
    Der beantragte Cluster zielt auf Grundlagenforschung zu Praktiken religiöser Grenzziehungen in verschiedenen historischen Perioden und kulturellen Kontexten. Untersucht werden Abgrenzungen religiöser und nicht-religiöser Sphären ebenso wie inter- und intrareligiöse Differenzen. Die enge Verschränkung globaler und transregionaler Forschung mit historischen Vergleichsperspektiven sowie eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit der Geistes- und Sozialwissenschaften sollen das Verständnis gegenwärtiger religiöser Rekonfigurationen befördern. Sprecher des Vorhabens sind der Religionssoziologe Prof. Dr. Matthias Koenig, die Historikerin Prof. Dr. Hedwig Röckelein und Prof. Dr. Ran Hirschl, Alexander von Humboldt-Professor für Komparativen Konstitutionalismus, von der Universität Göttingen.
  • Integrative Landnutzungswissenschaften für nachhaltige Entwicklung (LUSci)
    Der beantragte Cluster verknüpft forst- und agrarwissenschaftliche Forschung und hat globale Probleme der Landnutzung vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern im Blick. Untersucht werden soll, wie Landnutzung nachhaltig betrieben werden kann. Dabei wird ein Spektrum von der Bodenzusammensetzung bis zu Klimaeinflüssen abgedeckt. Sprecher des Vorhabens sind der Forstwissenschaftler Prof. Dr. Edzo Veldkamp, der Agrarökonom Prof. Dr. Bernhard Brümmer und die Ökologin Prof. Dr. Kerstin Wiegand von der Universität Göttingen.