In publica commoda

Erfolgreiches Modell: Der Göttingen Campus

Die Universität Göttingen ist Kern des Göttingen Campus und lebt mit der Universitätsmedizin Göttingen und acht außeruniversitären Forschungseinrichtungen, eine lebendige und erfolgreiche Partnerschaft in Forschung und Lehre. Am Standort Göttingen wurde durch Rahmenverträge mit den fünf Max-Planck-Instituten (MPI für biophysikalische Chemie, für Dynamik und Selbstorganisation, zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, für experimentelle Medizin und für Sonnensystemforschung), dem Deutschen Primatenzentrum, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen bereits vor mehr als einem Jahrzehnt eine für das deutsche Wissenschaftssystem modellhafte Campus-Struktur abgesichert. Weitere Forschungseinrichtungen, Hochschulen und private Unternehmen gehören als assoziierte Partner ebenfalls zum Campus.

Die Abstimmung gemeinsamer Ziele aller Beteiligten erfolgt seit 2006 im Göttingen Campus Council (GCC). Die Zusammenarbeit beruht auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit und Gleichberechtigung. Sie gründet sich auf die Erkenntnis, dass der Wissenschaftsstandort Göttingen nur durch enge Kooperationen sein volles Potenzial entwickeln kann.

Die Wissenschaft am Standort profitiert von hervorragenden gemeinsamen Drittmittelvorhaben und gemeinsamen Professuren zwischen Universität und außeruniversitären Einrichtungen. Im Bereich der Nachwuchsförderung sind die gemeinsamen Graduiertenprogramme und die institutsübergreifenden Nachwuchsgruppen wichtig. Diese erfolgreiche Kooperation reicht bis in den Bereich Studium und Lehre hinein. Die hervorragende wissenschaftliche Leistung und das durch Vielfalt und Internationalität geprägte soziale Gefüge des gesamten Campus sind Grundlage des "Göttingen Spirit". Dieser steht als Symbol für die besondere Atmosphäre des Austausches und der Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die gemeinsame Entwicklung von Forschungsverbünden und regionalen Schwerpunkten sowie die gemeinsame Nutzung standortspezifischer Infrastruktur soll weiter ausgebaut werden.