In publica commoda

Messstelle für Faserstäube

Die Messstelle für Faserstäube der Universitätsmedizin Göttingen ist seit 1991 vorwiegend im Bereich des Universitätsklinikums als betriebliche Messstelle tätig. Die Hauptaufgabe liegt in der messtechnischen Überwachung des Gebäudezustandes in Hinblick auf mögliche Freisetzungen von Asbest- und anderen Faserstäuben sowie in der Durchführung von sanierungsbegleitenden Messungen.
Akkreditierung durch AKMP für die Stoffgruppe 2: Faserstäube, R.E.M.-Methode, von 2000 bis 2003.


Aufgabengebiete

  • Ermittlungen von Faserkonzentrationen in der Raumluft bei ASI-Arbeiten (Asbest- Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten) nach TRGS 519 und Asbestrichtlinie

  • Ermittlungen von Faserkonzentrationen in der Luft am Arbeitsplatz zur Beurteilung von Arbeitsverfahren (Arbeitsbereichsanalyse nach TRGS 402) beim Umgang (Herstellung- und Verwendung) mit krebserzeugenden Faserstäuben (Kategorie 2 und 3 nach GefStoffV)



Auftragsarten

Stationäre Probenahmen nach VDI 3492

  • Zur Erfassung von relativ geringen Faserkonzentrationen in der Raumluft
  • Orientierungsmessungen (Messungen zur Bestandsaufnahme)
  • (Erfolgs-) Kontrollmessungen
    (im Rahmen vorläufiger Sanierungsmaßnahmen,
    vor Aufhebung von Schutzmaßnahmen oder zum Schutz Dritter)
  • Freigabemessungen


Personenbezogene Probenahmen am Arbeitsplatz, Expositionsmessungen nach BGI 505-46

  • Zur Erfassung von relativ hohen Faserkonzentrationen in der Luft am Arbeitsplatz
  • Beschaffung von Vorinformationen
  • Kontrollmessungen (im Rahmen einer Arbeitsbereichsanalyse)
  • Sonderuntersuchungen


Bei beiden Verfahren wird ein definiertes Luftvolumen angesaugt und über ein Kernporenfilter geleitet, auf dem sich die luftgetragenen Partikel abscheiden. Am Rasterelektronenmikroskop (R.E.M.) erfolgt die Auswertung des präparierten Filters mit Hilfe energiedispersiver Röntgenmikroanalyse.
Die Methoden erlauben die Quantifizierung der in der erfassten Raumluft enthaltenen Faserkonzentration in Fasern/m³, sowie eine Klassifizierung der Fasern, wobei zwischen einzelnen Asbestfaserarten, Gips- und sonstigen anorganischen Fasern (KMF u.a.) unterschieden werden kann.