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Nachwuchsförderung

Einen weiteren Schwerpunkt an der Universität Göttingen bildet die Nachwuchsförderung. In ihren vier Graduiertenschulen bietet sie strukturierte Graduiertenprogramme an. Darüber hinaus setzt die Universität einen besonderen Fokus auf die Zeit nach der Promotion als entscheidende Phase für den weiteren beruflichen Erfolg. Mit speziellen Angeboten zur akademischen Personalentwicklung und verschiedenen Mentoring-Programmen wird der Kompetenzerwerb für inner- und außeruniversitäre Karrierewege für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Promotions- und Postdoc-Phase gefördert. So sollen die besten Köpfe an der Universität gehalten und diejenigen, die an andere Einrichtungen wechseln, dafür optimal vorbereitet werden.

Die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG) fördert auch Postdocs, zum Beispiel mit einer Anschubfinanzierung, damit diese Anträge für ihr erstes eigenes Forschungsprojekt schreiben können, und mit Zuschüssen für Tagungs- und Recherchereisen sowie für eigene Workshops und Konferenzen. Zusätzlich hat die GSGG 2013 Stellen für Postdoktorandinnen und -doktoranden eingerichtet. Diese ermöglichen es ihnen, sich ein Netzwerk aufzubauen und erste Erfahrungen in der Betreuung von Doktoranden zu sammeln.

Auch das Lichtenberg-Kolleg setzt auf den akademischen Nachwuchs in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Seit 2014 arbeiten hier Junior Fellows in Forschergruppen mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen. Die Junior Fellows sind mit ihren jeweiligen Projekten für 18 Monate den Forschungsschwerpunkten des Kollegs zugeordnet. Die vier Schwerpunkte des Kollegs "Globalising the Enlightenment: Knowledge, Culture, Travel, Exchange and Collections", "Human Rights, Constitutional Politics and Religious Diversity", "Primate Cognition: Philosophical, Linguistic, and Historical Perspectives" und "European Intellectual History / History of Political Thought" ergänzen Forschungsvorhaben am Göttingen Campus.

Zudem hat die Universität eigene Lernlabore für Schülerinnen und Schüler aufgebaut, um ihnen Einblicke in wissenschaftliche Forschung zu geben. Die Lernlabore ergänzen die bereits seit über zehn Jahre erfolgreichen Angebote der Kinder-Uni für Schülerinnen und Schüler und des XLAB - Experimentallabor für junge Leute Im Oktober 2014 wurde das Schülerlabor YLAB offiziell eröffnet. Hier will die Universität Schülerinnen und Schüler für Methoden des Forschens und Arbeitens in den Geistes- und Kulturwissenschaften begeistern. Gleichzeitig können Lehramtsstudierende verschiedene Lehrformen erproben sowie Promovierende und Lehrende ihre Forschungsfragen mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren. In den Kursen des lebenswissenschaftlichen Schülerlabors B-LAB können Schülerinnen und Schüler seit 2016 die Artenvielfalt in unterschiedlichen Lebensräumen erleben.