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Strategische Entwicklung seit 2007

Die Universität Göttingen ist eine Volluniversität, die der Aufklärung, in deren Geiste sie gegründet wurde, verpflichtet ist. Die große Fächervielfalt und die lebendige Zusammenarbeit am Göttingen Campus ermöglicht transdisziplinäre und äußerst innovative Forschung. Strategische Grundpfeiler der Universität sind hervorragende Grundlagenforschung mit maßgeschneiderten Schnittstellen für den Wissenstransfer, moderne Infrastruktur und einer verlässlichen Governance, die akademische Freiheit gewährleistet.

Die universitäre Strategie wird seit 2007 in enger Zusammenarbeit mit den Partnern am Göttingen Campus kontinuierlich weiterentwickelt. Die wichtigsten Maßnahmen sind das Lichtenberg-Kolleg als "Institute for Advanced Studies" für geisteswissenschaftliche Forschung, eine institutionalisierte Internationalisierungsstrategie und Maßnahmen, um kluge Köpfe zu gewinnen und zu halten. Die Universität hat sehr erfolgreich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Göttingen holen können, indem sie ihnen Positionen für eigenständige Forschung und Lehre angeboten hat – sei es als Free Floater oder als Nachwuchsgruppenleiterin oder -leiter in einem der Courant Forschungszentren. Viele dieser Forschenden wurden inzwischen auf dauerhafte Professuren berufen. Auch die in der Exzellenzinitiative geförderte Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) und der Exzellenzcluster "Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB)" haben positiv zur strategischen Entwicklung beigetragen. Diese erfolgreichen Maßnahmen und Forschungsfelder fließen in die weiteren Planungen mit ein.

Im Jahr 2011 kamen zwei strategische Maßnahmen hinzu: Erstens entwickelte die Universität Göttingen eine Strategie, ihre zahlreichen akademischen Sammlungen noch besser in Forschung und Lehre und für den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit zu nutzen. Die als Dach neu geschaffene Zentrale Kustodie arbeitet eng mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zusammen. Zweitens wurde ein Konzept für e(nhanced)Research und eine Open Access-Strategie entwickelt, die in der Gründung der Göttingen eResearch Alliance (eRA) mündeten. Die eRA und die beteiligten Institutionen unterstützen bei allen Aspekten des Datenmanagements und des Veröffentlichens am Göttingen Campus.

Die Forschungsfelder der nun beantragten Exzellenzcluster sind in den Entwicklungsplänen der Fakultäten fest verankert, werden sich auf die forschungsorientierte Lehre auswirken und spielen eine zentrale Rolle in der universitären Strategieentwicklung. Ein integratives campusweites Konzept für Graduiertenschulen sichert die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden auf einheitlich hohem Niveau. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von Nachwuchsforschenden, insbesondere in der Postdoc-Phase. Die Universität Göttingen ist Gründungsmitglied des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) für den Wissens- und Technologietransfer in der Region und plant, Ende 2019 das Forum Wissen für den Wissens- und Innovationstransfer in die Gesellschaft zu eröffnen. Darüber hinaus fördert die Universitätsleitung und -administration Querschnittsaufgaben wie Qualitätssicherung, Gleichstellung und Diversitätsmanagement, Internationalisierung in Forschung und Lehre und Wissenschaftskommunikation.