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Was sind Hochschulpaktmittel (HSP)?
Der Hochschulpakt wurde im Studienjahr 2007/08 zur Bewältigung der doppelten Abiturjahrgänge eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, mit der zusätzliche Studienanfängerplätze jeweils hälftig finanziert werden. Die Abrechnung mit dem Bund erfolgt über die zusätzlichen Studienanfänger_innen im ersten Hochschulsemester, wobei das Jahr 2005 das Basisjahr darstellt.

HSP-Mittel dienen nicht der Schließung struktureller Lücken und dürfen Finanzmittel nicht substituieren.

HSP-finanzierte Studienanfängerplätze an der Universität Göttingen vs. Niedersachsen gesamt pro Studienjahr*


Der Hochschulpakt gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1 (2007 - 2010):
    Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern - Bundesanzeiger 2. September 2007 (PDF)
  • Phase 2 (2011 - 2015):
    Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern - Beschluss 4. Juni 2009 (PDF)
    Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern - Beschluss 13. Juni 2013 (PDF)
  • Phase 3 (2016 - 2020):
    Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern - Beschluss 11. Dezember 2014 (PDF)

  • Wofür dürfen HSP-Mittel verwendet werden?
    Grundsätzlich können alle Ausgaben mit HSP-Mitteln finanziert werden, insofern sie konkreten Maßnahmen zur Versorgung der zusätzlichen HSP-Studierenden zugerechnet werden können.

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien als Beispiele genannt**:

    • Einrichtung von Juniorprofessuren
    • Einrichtung einer komplett ausgestatteten W2- oder W3-Professuren (inkl. Mitarbeiter_innen-Stellen und Sekretariat)
    • Finanzierung zusätzlicher Mitarbeiter_innen-Stellen an besonders lehrbelasteten Professuren
    • Finanzierung von befristeten Stellen für Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfbA) wegen vorübergehend höheren Lehrbedarfs
    • Aufstockung von Mitarbeiter_innen zur Durchführung weiterer Lehre
    • Unterstützung von Berufungen durch Zuweisung von HSP-finanzierten Mitarbeiter_innen-Stellen
    • Schaffung neuer Studiengänge, konkret: Sachmittel, Hilfskräfte, bereits erfolgreich umgesetzt: Sozialwissenschaften, Ökosystemmanagement
    • Verbrauchsmittel (mit Einschränkungen)
    • Mittel für Personal zur Verwaltung der HSP-Mittel
    • Aufstockung der Kapazitäten im Prüfungsamt und im Studierendenbüro
    • Ausbau der Kapazitäten bzw. Verlängerung der Öffnungszeiten für Service-Center bzw. Studierendenberatung
    • Bau (insofern sich die Baumaßnahmen zwingend aus der Erhöhung der Studierendenzahlen ergeben)
    • Personenabhängige Betriebskosten (z.B. Lizenzen)
    • Literatur für Lehre
    • Hilfskräfte v.a. für Tutorien
    • Exkursionen
    • Zentrale, fakultätsübergreifende Projekte, z.B. anteilige Finanzierung Digitale Studierendenakte oder Teilfinanzierung der flächendeckenden WLAN-Ausstattung für zentrale Bereiche wie ZHG, Verfügungsgebäude, SUB, Teilbereichsbibliotheken sowie weitere dezentrale Hörsaal- und Seminarbereiche innerhalb der Fakultäten

    • Die Verwendung von HSP-Mitteln für zusätzliches, neues Personal hat den Vorteil, dass dies verwendungsrechtlich unproblematisch ist und einen planbaren, kontinuierlichen Mittelabfluss sicherstellt.


      * Quelle: Leistungsbericht der niedersächsischen Hochschulen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
      ** Aufgrund einer sich verändernden Rechtslage könnten zukünftig Maßnahmenbereiche entfallen. Diese Aufzählung ist daher primär als Anregung zu verstehen. Die Rechtmäßigkeit der jeweiligen Maßnahmen ist aber vor Bewilligung und Initiierung jeweils neu zu prüfen.



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