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Presseinformation: Check the Fact: Wie Fake News entstehen, sich verbreiten und wirken

Nr. 150 - 28.10.2026

Interaktiver Parcours im Forum Wissen vom 12. November 2026 bis 28. März 2027

 

(pug) Wie entstehen Fake News? Warum glauben wir manchen Falschinformationen? Und weshalb verbreiten sich einige Meldungen millionenfach? Ein interaktiver Parcours im Forum Wissen der Universität Göttingen lädt Jugendliche und Erwachsene vom 12. November 2026 bis zum 28. März 2027dazu ein, die Mechanismen hinter Fake News selbst zu erforschen. Der Parcours wird am Mittwoch, 11. November 2026, um 18.30 Uhr eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

KI-generierte Bilder, Deepfakes, manipulierte Statistiken oder aus dem Zusammenhang gerissene wissenschaftliche Erkenntnisse gehören zu unserem digitalen Alltag. Doch Fake News sind nicht einfach Irrtümer: Sie werden gezielt verbreitet, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Geld zu verdienen, Misstrauen zu säen oder politische und gesellschaftliche Debatten zu beeinflussen. An acht Stationen untersuchen die Besuchenden, wie Falschinformationen entstehen, warum sie manchmal glaubwürdig wirken und wie sie sich verbreiten. Aktuelle Beispiele zeigen, mit welchen Mitteln Fake News arbeiten und vor welche Herausforderungen Desinformation die Wissenschaft stellt.

 

In einer „Trollfabrik“ wechseln die Besuchenden die Perspektive und basteln aus KI-generierten Bildern, zugespitzten Schlagzeilen und emotionalen Reizwörtern einen eigenen Fake-Social-Media-Post. Dabei wird deutlich, wie schnell sich eine überzeugende Falschmeldung herstellen lässt. Zum Beispiel, indem eine echte Information aus ihrem Zusammenhang gerissen, übertrieben oder mit falschen Erklärungen verbunden wird. Anschließend geht es um die Wirkung: Was zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich? Welche Gefühle lösen Nachrichten aus? Antworten darauf liefern Forschende aus der Abteilung Kognition, Emotion und Verhalten der Emotionsforschung an der Universität Göttingen. Sie geben Einblicke in die Rolle von Emotionen und sogenannten biases – automatischen Denkmustern, die uns bei der Verarbeitung von Informationen helfen, uns aber auch in die Irre führen können.

 

Auch die Technik hinter digitaler Kommunikation wird zum Forschungsgegenstand. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation sind zwei Stationen entstanden: Bei „Good Cop / Bad Bot“ gilt es herauszufinden, welcher von zwei KI-Chatbots gezielt Falschinformationen einstreut. Und an einem echten Münzspielautomaten lässt sich beobachten, wie sich Informationen im Netz in Kaskaden verbreiten. Zum Abschluss richtet der Parcours den Blick nach vorn: Müssen Plattformen stärker Verantwortung übernehmen? Brauchen wir mehr Kontrolle über unsere Feeds, strengere Regeln oder vor allem mehr Medienkompetenz? Auf einem Debattenboard können die Besuchenden über verschiedene Vorschläge abstimmen, sie kommentieren und eigene Ideen einbringen.

 

„Check the Fact“ richtet sich besonders Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, lädt aber ebenso Erwachsene dazu ein, das eigene Informationsverhalten auf die Probe zu stellen. Statt fertiger Antworten bietet der Parcours Werkzeuge zum Fragen, Prüfen und Diskutieren. Entstanden ist er in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des MPI für Dynamik und Selbstorganisation, des Georg-Elias-Müller-Instituts für Psychologie der Universität Göttingen sowie mit Martin Fehrensen vom Social Media Watchblog. Weitere Informationen sind unter www.forum-wissen.de/event/eroeffnung-check-the-fact/ zu finden.

 

Kontakt:

Nina-Maria Knohl

Georg-August-Universität Göttingen

Forum Wissen & Zentrale Kustodie

Leitung Team Bildung & Vermittlung

Telefon: (0551) 39-26694

E-Mail: knohl@kustodie.uni-goettingen.de

Internet: www.forum-wissen.de/team/