Seminar Unternehmensentwicklung

Zeit sprechen lassen: Temporale Sprache als strategisches Instrument junger Unternehmen


Aktuelle Informationen: Das Seminar findet im SoSe 2026 statt. Bitte füllen Sie zur Anmeldung das folgende Formular aus.

Das Ende der Anmeldefrist ist der 27.03.2026 um 12:00 Uhr. Die Bekanntgabe der Teilnehmenden erfolgt am 31.03.2026.


Kick-off Veranstaltung vsl. 13.04.2026 (18:00-20:00 Uhr)
Codier-Workshop vsl. 17.04.2026 und 24.04.2026 (halbtags)
Codier-Sprechstunden nach Bedarf und Anfrage
Präsentationen vsl. 02.06.2026
Abgabe Seminararbeit vsl. 26.06.2026
Die genauen Termine und Räume für das Seminar werden rechtzeitig mit der Bekanntmachung der Teilnehmenden kommuniziert.

Hintergrundinformationen:

Sprache ist für Unternehmen mehr als ein Kommunikationsmittel—sie ist ein zentrales strategisches Instrument. Über Sprache werden Glaubwürdigkeit hergestellt, Ressourcen mobilisiert und potenzielle Kooperationspartner gewonnen. Ein bislang wenig untersuchter, dabei besonders kritischer Aspekt ist die zeitliche Dimension von Sprache: Wie stark setzen Unternehmen eine sprachliche Betonung auf ihre zukünftigen Vorhaben? Wie werden vergangene Leistungen sprachlich in Szene gesetzt? Die temporale Dimension beeinflusst, wie Aussagen wahrgenommen, priorisiert und als verbindlich interpretiert werden. So entfalten bereits kleine sprachliche Unterschiede eine unterschiedliche Wirkung:

„We continued to develop lifestyle-focused services and benefits, complementing our banking proposition.” – Revolut 2024

„We will continue to invest in improving the service we offer our customers and we are focusing on leveraging AI and automation tools.“ – Wise 2025

Während der erste Satz vergangene Leistungen betont und damit Erfahrung sowie Glaubwürdigkeit signalisiert, richtet der zweite den Blick nach vorn und erzeugt Erwartungen an zukünftige Dynamik und Wachstum.

Im Seminar untersuchen wir in Kleingruppen, wie junge Unternehmen Zeit gezielt Sprache einsetzen und welche strategischen Wirkungen damit verbunden sind. Der Fokus liegt auf der qualitativen Analyse temporaler Sprache auf Basis einer bereits bestehenden Datengrundlage. Die Analyse erfolgt mithilfe eines Codier-Frameworks, das im Seminar eingeführt wird und das wir gemeinsam weiterentwickeln und anwenden.

Hierfür baut das Seminar auf Inhalten des Moduls Empirische Methoden und Kompetenzen auf, die die Teilnehmenden durch die forschungspraktische Anwendung vertiefen. Begleitet wird die Arbeit durch eine enge Betreuung, unter anderem in Form eines Codier-Workshops sowie regelmäßiger Sprechstunden. Dadurch eignet sich das Seminar nicht nur zur Vertiefung theoretischer und methodischer Kompetenzen, sondern auch als gezielte Vorbereitung auf eine empirische Masterarbeit.
Das Seminar richtet sich an Studierende mit Interesse an empirischer Forschung, qualitativer Analyse und konzeptionellem Arbeiten.

Es werden 6 Creditpunkte vergeben. Folgende Leistungen müssen zum Erwerb erbracht werden:

  • Präsentation des Themas der Seminararbeit (ca. 15 Minuten Präsentation + 15 Minuten Diskussion)
  • Erstellen der Seminararbeit in Kleingruppen (max. 10 Seiten pro Person)