Die Universität Göttingen ist eine international bedeutende Forschungsuniversität mit langer Tradition. 1737 im Zeitalter der Aufklärung gegründet fühlt sie sich den Werten der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft, Demokratie, Toleranz und Gerechtigkeit verpflichtet. Als erste Volluniversität in Deutschland wurde sie 2003 in die Trägerschaft einer Stiftung Öffentlichen Rechts überführt. Mit 13 Fakultäten deckt sie ein differenziertes Fächerspektrum in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin ab. Über 30.000 Studierende verteilen sich auf mehr als 210 Studiengänge.
Aktuelle Meldungen
Auszeichnung für ökologische Forschung
Der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke von der Universität Göttingen hat die Ehrenmedaille 2021 der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ) erhalten. Die GfÖ zeichnet damit seit dem vergangenen Jahr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende und zukunftsweisende Leistungen in der ökologischen Forschung aus. Mit seinen konzeptuellen Ideen zu Biodiversitätsmustern auf Landschaftsebene sei Tscharntke der „Ideengeber und der Kopf der heutigen Landschaftsökologie“, so die GfÖ.
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Leuchtende Aminosäuren
Chemikern der Universität Göttingen ist es gelungen, die in biologischen Systemen und Arzneimitteln besonders aktive Struktur der Chromone in nur einem Schritt herzustellen – ausgehend von günstigen Startmaterialien. Das Team entwickelte ein neues Konzept, um modifizierte Tyrosin-Aminosäuren in Peptiden zu markieren. Peptide selektiv zu modifizieren ist schwierig, aber unter anderem für die Biochemie und Medizin wichtig, um molekulare Zellprozesse zu verstehen.
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Wie fachliche Integration den Artenschutz fördern kann
Fachübergreifende Forschung in Wissenschaften, Förderprogrammen und Medien wird immer bedeutender. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Beteiligung der Universität Göttingen diskutieren die Chancen und Herausforderungen dieser fachlichen Integration. Mit zahlreichen Beispielen aus der Vogel- und Fledermausforschung zeigen sie, wie unterschiedliche Disziplinen wie Biologie, Psychologie und Technologie gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung von Agrarlandschaften beitragen und diese verbessern können.
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Biodiversitätsfreundliche Landschaften fördern – jenseits des Öko-Landbaus
Ist der ökologische Landbau die grundlegende Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, um die Biodiversität in Agrarlandschaften zu fördern? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen stellt dies in Frage. Ein landschaftliches Mosaik aus natürlichen Lebensräumen und kleinräumigen und vielfältigen Anbauflächen sind laut den Autorinnen und Autoren sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft der Schlüssel, um Artenvielfalt großflächig zu fördern.
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Evolution der Wandelnden Blätter aufgeklärt
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat die Evolution der Wandelnden Blätter untersucht. Wandelnde Blätter gehören zu den Stab- und Gespenstschrecken, die großflächige Erweiterungen an Körper und Beinen tragen, um in Form und Farbe Laubblätter nachzuahmen. In dem nun erstellten genetischen Stammbaum werden die Verwandtschaftsbeziehungen von knapp 100 Arten ermittelt. Das sind etwa zwei Drittel aller bekannten Spezies.
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Mit Sonnenenergie angetriebene Mikroben – eine nachhaltige Proteinquelle
Mikroben spielen seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle in unseren Lebensmitteln, aber ihr Einfluss auf unsere Ernährung könnte noch wichtiger werden. Die Welt steht vor Ernährungsproblemen, da die Bevölkerung wächst und gleichzeitig die Nachfrage nach ressourcenintensiven tierischen Produkten steigt. Ein internationales Forscherteam hat nun gezeigt, dass die Verwendung von Solarzellen zur Produktion von mikrobiellem Protein nachhaltiger, effizienter und umweltfreundlicher ist als der Anbau konventioneller Pflanzen.
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