Digitalisierung und Sammlungsdaten



Die Zentrale Kustodie ist Koordinatorin und Vertreterin der Sammlungen in Betrieb und Entwicklung des Göttinger Sammlungsportals sowie der Göttinger Sammlungsdatenbank an der Georg-August-Universität. Entwicklung, technische Implementierung und Betrieb erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) sowie der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (VZG).
Grundlegend sind die Leitlinien für Sammlungsdatenbanken und Sammlungsportal der Universität Göttingen. Als zentrales Erschließungssystem kommt die Software easyDB zum Einsatz. Die Strukturierung der beschreibenden Metadaten basiert auf dem LIDO-Schema des Internation Council of Museums (ICOM). Das Portal nutzt die Software Goobi-Viewer. Als Standard der Bilddarstellung und -distribution dient im Portal das International Image Interoperability Framework (iiif).



Digitalisierungs- und Fotokampagne Botanische Lehrtafeln (2018):



Die Digitalisierung und datentechnische Erschließung der Objekte aus den akademischen Sammlungen der Universität Göttingen zieht sich als grundlegende Strategie durch alle Aufgabenbereiche der Zentralen Kustodie:


  • Die Sammlungsobjekte werden für die internationale scientific community ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit im Internet recherchierbar und als zitierfähige wissenschaftliche Forschungsdaten publiziert.
  • Die Sammlungsdaten und IT-Infrastrukturen für die Sammlungen bilden die Grundlage für die geplanten digitalen Anwendungen im Forum Wissen.
  • Der Erschließung der Sammlungsobjekte bietet die zentrale Sammlungsdatenbank umfangreiche und nach wissenschaftlichen Standards entwickelte, international anerkannte Normdaten, Klassifikationssysteme und Vokabulare, die an der Universität Göttingen zudem speziell für die Erfassung heterogen-interdisziplinärer Bestände weiterentwickelt werden.
  • Die Beforschung der Göttinger Objektbestände wird durch Digitalisierungskampagnen intensiviert und flankiert.
  • Dem Erhalt der Originalobjekte dient auch ihre Digitalisierung. Zwar kann auch die avancierteste 3D-Reproduktion das Original niemals ersetzen, doch verringern hochauflösende Fotografien und Scans die Notwendigkeit, in Forschung und Lehre auf die historische Substanz unmittelbar zugreifen zu müssen und tragen so wesentlich zur Bewahrung der Objekte bei.
  • Ziel ist es, weitergehende Beforschung und wissensgeschichtliche Kontextualisierung der Sammlungen zu unterstützen und zu befördern. Die Sammlungsdaten werden als Mittler des Wissenstransfers und der Wissenschaftskommunikation aus Forschung und Lehre heraus fortwährend kuratiert und veröffentlicht.