Marlene Draing



Streit um die Tagesordnung. Die zeitliche Organisation parlamentarischer Praxis im Bundestag und der Assemblée Nationale nach 1945

Das Promotionsprojekt fragt nach Zeit als machtpolitischer Ressource in der deutschen und französischen Parlamentarismusgeschichte seit 1945. Dabei soll zunächst untersucht werden, wie Zeit im Deutschen Bundestag und der Assemblée Nationale organisiert und genutzt wurde. Mit Augenmerk auf ihre zeitlichen Bestimmungen stehen dabei einerseits die Genese, Reformen und damit verbundenen Debatten der Geschäftsordnungen beider Parlamente im Mittelpunkt. Andererseits sollen die tatsächliche Umsetzung dieser Zeitordnungen und ihre praktischen Folgen im Fokus stehen. Aus kulturgeschichtlicher Perspektive soll in diesem Zusammenhang auch der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss die verschiedenen Bemühungen der Parlamentsreformer*innen auf den parlamentarischen Alltag und die Lebenswelt der Abgeordneten hatten. (weiterlesen...)



  • Seit 2024 Dissertationsprojekt an der Georg-August-Universität Göttingen als Fellow der Gerda Henkel Stiftung: Forschungsgruppe „Die ‚Zeit‘ der Demokratie“
  • 2021-2024 Masterstudium an der Universität Hamburg, Fach: Geschichte
    Titel der Abschlussarbeit: Das Instrument des Gemeindebestimmungsrechts als Indikator für das Demokratieverständnis in den Weimarer Reichstagsdebatten um die „Alkoholfrage“


  • Anna Spielvogel / Marlene Draing, Tagungsbericht: „Konkurrenz – Repräsentation – Zusammenarbeit“. Historische Perspektiven auf 75 Jahre Fraktionen im Deutschen Bundestag, In: H-Soz-Kult, 25.07.2024, .


  • Juni 2025: „Zeit-regeln im Bundestag. Zeit als Zugang zu einer Praxisgeschichte des Parlamentarismus“, Workshop „Methoden der Parlamentarismusforschung - interdisziplinäre Zugänge“ (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Mai 2025: „Einzelfall für den Bundestagspräsidenten oder grundsätzliche Auslegungsfrage fürs Plenum? Interpretationen der Geschäftsordnung in der ersten und zweiten Wahlperiode“, Workshop „Neue Forschungen zur Demokratiegeschichte: Methoden – Ansätze – Perspektiven“ (Georg-August-Universität Göttingen)
  • Januar 2025: „Streit um die Tagesordnung. Die zeitliche Organisation parlamentarischer Praxis im Bundestag und der Assemblée Nationale nach 1945“, Forschungskolloquium zur Neueren und Neuesten Geschichte (Georg-August-Universität Göttingen) ebenso im Forschungskolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Professuren für Transnationale Geschichte und für Zeitgeschichte (Ruhr-Universität Bochum)