Netzwerktagung "Deutsch als Zweitsprache, sprachliche Bildung und Teilhabe" – Etablierung des Göttinger Netzwerks für sprachliche Bildung und Teilhabe (GöNeBit)
Beteiligt haben sich neben Akteur*innen aus den lokalen Schulen – Schulleiter*innen, didaktische Leitungen und Lehrkräfte – auch Vertreter*innen der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) und des Dezernats für Personal, Schule und Jugend der Stadt Göttingen sowie Mitglieder kommunaler Träger, außerschulischer Vereine und Initiativen wie der Bildungsregion Südniedersachsen, der Beschäftigungsförderung Göttingen, der VHS, des MigrantenElternNetzwerks, des Migrationszentrums Göttingen und des Evangelischen Vereins für Bildung und Dialog e.V.
Im Anschluss an die Vorstellung der Netzwerkinitiative und den Impulsvortrag „…zur Sprache bringen. Über Sichtbarkeit, Anerkennung und Teilhabe“ von Prof. Dr. Andrea Bogner (Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, Universität Göttingen) setzten sich die Beteiligten im Modus des World Cafés intensiv mit fünf Szenarien zu Herausforderungen in der (Sprach-)Bildungsarbeit auseinander. Auf ihrer Grundlage skizzierten sie Ideen und erste Ansätze zur Bündelung von Ressourcen sowie zur besseren Sichtbarkeit und Vernetzung der als förderlich angesehenen lokalen Angebote, formulierten Wünsche und entwickelten eine Vision für das gemeinsame Netzwerk.
Im Sinne des Grundsatzes der geteilten Verantwortung stand in allen Diskussionsrunden die Frage im Vordergrund, wer im Netzwerk GöNeBit welche Rolle und Aufgabe übernehmen kann und wie sich lokale kooperative Angebote besser aufeinander abstimmen, strukturell verankern und nachhaltig gestalten lassen. Eine der Gruppen tauschte sich zu Gelingensbedingungen durchgängiger Sprach(en)bildung aus und entwickelte praktische Ideen zur gemeinsamen Überwindung von Herausforderungen wie mangelnden Ressourcen, unzureichenden DaZ-Qualifikationen der Lehrkräfte und Diskriminierungserfahrungen. Ausgehend von dem Szenario zur Elternarbeit wurden erste Ansätze beleuchtet, wie (auch abwesende) Eltern oder Betreuer*innen erreicht, (stärker) beteiligt und aktiv in die Bildungsarbeit eingebunden werden können. Konkret bezogen auf die individuelle Zuweisung und Unterstützung neu nach Göttingen zuwandernder junger Menschen an Schulen widmete sich eine weitere Gruppe konkret der Frage, wie eine gestaltende Rolle der Kommune (praktisch) aussehen kann. Und schließlich wurden differenzierte Überlegungen dazu angestellt, wie sich Alphabetisierungsangebote lokal wirksam ausgestalten, umsetzen und professionalisieren lassen.
Die Diskussionsergebnisse zu den fünf Szenarien wurden ausgewertet und in Form von Sketch-Notes, die von Tanja Wehr erstellt wurden, festgehalten. Diese bilden nun zum einen den Ausgangspunkt für die Erstellung einer Akteurslandkarte, zum anderen für die Entwicklung eines Konzepts für ein Göttinger Modellprojekt, das auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden soll.
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Netzwerktagung: Juni 2026




