Wie können Wälder dem Klimawandel standhalten?

Wie können Wälder dem Klimawandel standhalten?

Eine Gruppe von Studierenden der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie hat ein Semester lang den Wald der Realgemeinde Meensen in Göttingen untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass sich der Wald insgesamt in einem guten Zustand befindet. Allerdings verdeutlichen sie, dass die Waldbesitzenden auf den Klimawandel reagieren sollten: Der überwiegend aus Buchen bestehende Wald sollte schrittweise um weitere Baumarten angereichert werden, um ihn langfristig widerstandsfähiger und zukunftsfähig zu gestalten.

Zur Vorstellung der Ergebnisse traf sich am Samstagmorgen, den 9. Mai 2026 um 9 Uhr, eine Gruppe von mehr als 40 Interessierten der Realgemeinde Meensen vor Ort im Wald. Die Studierenden präsentierten dort ihre Erkenntnisse aus vielen verschiedenen Bereichen, darunter Waldinventur, Waldbau, Bodenkunde, Naturschutz und Holzsortierung. Auch jagdliche, betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Fragen kamen zur Sprache.

Beim gemeinsamen Mittagessen auf Einladung der Realgemeinde lobte der Vorsitzende der Waldbesitzenden, Tobias Gude, das Engagement der Studierenden. Sie hätten sich bei der Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse viel Mühe gemacht. Professor Christian Ammer und Dr. Susanne Bollmus von der Forstfakultät der Universität Göttingen ergänzten: „Wir sind dankbar, dass die Realgemeinde uns ihren Wald für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat und den Ergebnissen der Studierenden so großes Interesse entgegenbringt. Unser Dank gilt außerdem dem Forstamt Hann Münden, insbesondere Maria Spletter, die die Studierenden bei fachlichen Fragen beraten hat.“

Nach weiteren Vorträgen klang der Waldtag bei Kaffee und Kuchen aus. Eine Teilnehmerin bezeichnete die Veranstaltung als „rundherum gelungen“.