Diversitätsstrategie und Charta der Vielfalt

Diversitätsstrategie

Gleiche Chancen für alle und Schutz vor Diskriminierung – dies hat die Universität Göttingen 2016 in ihrer Diversitätsstrategie festgeschrieben. Ziel ist es, alle Mitglieder und Angehörige der Universität darin zu unterstützen, ihre Fähigkeiten bestmöglich zu entfalten und im Studium oder Beruf erfolgreich zu sein. Die Strategie wurde mit Beteiligung aller Bereiche und Interessengruppen der Universität entwickelt und in allen relevanten Gremien diskutiert. Sie bildet die Grundlage der diversitätsorientierten Weiterentwicklung der Universität.

„Mit unserer Diversitätsstrategie stellen wir uns den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels und stärken die Zukunftsfähigkeit der Universität Göttingen“, erläutert die zuständige Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea D. Bührmann. „In Verbindung mit der Diversitätsforschung an der Universität bildet sie eine sehr gute Grundlage für unsere Bewerbung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.“

„Die Entwicklung der Diversitätsstrategie war für uns der nächste folgerichtige Schritt auf dem Weg zu einer diversitätsgerechten Organisationsstruktur und -kultur“, erklärt Dr. Doris Hayn, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität der Universität. Bei der Umsetzung der Diversitätsstrategie liegt der Schwerpunkt darauf, die zahlreichen Maßnahmen und Aktivitäten, die in den vergangenen Jahren auf dem Gebiet entstanden sind, zu bündeln, stärker zu systematisieren und zu synchronisieren.

Charta der Vielfalt

Die Universität Göttingen hat am bundesweiten Diversity Tag 2015 die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Die Universität verpflichtet sich damit, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Sie strebt im Sinne der Charta der Vielfalt an, alle Mitglieder und Angehörigen der Universität wertzuschätzen - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Sie erkennt an, dass Führungskräften dabei eine besondere Verpflichtung zukommt.

„Diversität und Gleichstellung sind bereits als wichtige Elemente in unserer Strategie verankert“, so die Präsidentin der Universität, Prof. Beisiegel. „Eine Organisationskultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung aller geprägt ist, sollte eine moderne und zukunftsgewandte Universität heute auszeichnen. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt zeigen wir, dass wir unseren Weg in diese Richtung konsequent weitergehen wollen.“

„Die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt ist ein wichtiger Schritt, weil sie die zahlreichen Aktivitäten und Maßnahmen, die auf zentraler und dezentraler Ebene an der Universität etabliert sind, nach außen sichtbarer macht“, sagt Dr. Doris Hayn, Gleichstellungsbeauftragte der Universität. „Die Unterzeichnung ist zugleich Aufruf und Auftrag an alle, sich der diversitätsgerechten Gestaltung der Universität noch gezielter anzunehmen.“

Im Rahmen der Umsetzung der Charta der Vielfalt beteiligt sich die Universität mit eigenen Veranstaltungen am jährlich stattfindenden bundesweiten Diversity Tag. Als „engaged university“ wirkt sie dabei über die Grenzen der Universität hinaus: Seit 2016 nutzen Universität und Stadt Göttingen den Diversity Tag für Austausch und Vernetzung und machen damit ihr gemeinsames Engagement für einen diversitätsorientierten Struktur- und Kulturwandel deutlich.