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Veranstaltung


Johann Lorenz von Mosheim. Eine Göttinger Schlüsselgestalt der Aufklärungstheologie in Niedersachsen

Titel der Veranstaltung Johann Lorenz von Mosheim. Eine Göttinger Schlüsselgestalt der Aufklärungstheologie in Niedersachsen
Veranstalter Theologische Fakultät
Referent/in Roland M. Lehmann
Einrichtung Referent/in Lehrstuhl für Kirchengeschichte
Veranstaltungsart Tagung
Kategorie Campus Leben
Anmeldung erforderlich Nein
Beschreibung Johann Lorenz von Mosheim. Eine Göttinger Schlüsselgestalt der Aufklärungstheologie in Niedersachsen

Internationale Tagung vom 2. bis 4. September 2026 in Göttingen

Johann Lorenz von Mosheim (1693–1755) prägte die beginnende Aufklärungstheologie in Deutschland wie kaum ein anderer. Christian David Jani bezeichnete ihn als „Vater der Kirchengeschichte“, Adolf von Harnack als „Erasmus des 18. Jahrhunderts“. In der Geschichte der Homiletik gilt Mosheim als „Bahnbrecher der modernen Predigt“. Aus kirchenrechtlicher und dogmatischer Perspektive trug er dazu bei, den modernen Vereinsgedanken als staatsrechtlichen Begriff für die ecclesia visibilis in der Theologie zu etablieren.

Mosheims wichtigste Wirkungsstätten waren die Universitäten Helmstedt und Göttingen. Von 1723 bis 1747 lehrte er in Helmstedt. 1747 wechselte er nach Göttingen, wo er bis zu seinem Tod als Professor und Kanzler wirkte. Den Aufbau der jungen Georg-August-Universität prägte er entscheidend mit. Damit gehört Mosheim zu den bedeutenden Gestalten der niedersächsischen Wissenschafts- und Theologiegeschichte.

Die internationale Tagung „Johann Lorenz von Mosheim (1693–1755). Kirchenhistoriker, Christentumstheoretiker und Praktischer Theologe der Frühaufklärung“ verfolgt das Ziel, Mosheim als Theologen der Frühaufklärung neu zu profilieren und als Schlüsselgestalt der Aufklärungsforschung sichtbar zu machen.

Das Programm gliedert sich in fünf Sektionen. Die erste Sektion untersucht Mosheims Biografie im Kontext der Göttinger Universitätsgründung und seiner kirchenpolitischen Tätigkeit. Die zweite widmet sich seiner zeitgenössischen Einordnung, seinen intellektuellen Beziehungen und seiner späteren Rezeption.

Einen besonderen Höhepunkt bildet die Festveranstaltung am Mittwoch, 2. September 2026, um 19:00 Uhr in der Universitätskirche St. Nikolai. Prof. Dr. Albrecht Beutel aus Münster hält den Festvortrag „Johann Lorenz von Mosheim als ‚Bahnbrecher‘ der Neologie?“.

Die weiteren Sektionen behandeln Mosheims Kirchenhistorie, seine Christentumstheorie und seine Beiträge zur Praktischen Theologie. Die Vorträge untersuchen unter anderem seine Deutung der Antike, des Mittelalters und der Reformation, seine Dogmatik und Sittenlehre sowie seine Religionspädagogik, Pastoraltheologie, Predigtpraxis und neutestamentliche Hermeneutik.
Zeit Beginn: 02.09.2026, 13:00 Uhr
Ende: 04.09.2026 , 12:30 Uhr
Ort Historische Sternwarte (Geismar Landstraße 11)
Tagung
Kontakt Roland M. Lehmann
roland.lehmann@theologie.uni-goettingen.de
Externer Link https://www.uni-goettingen.de/de/02.+–+04.+sept...
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