ALUMNI-VORTRAGSREIHE “BERUFSPERSPEKTIVEN FÜR STUDIERENDE DER SOZIALWISSENSCHAFTLICHEN FAKULTÄT“

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Seit 2009 organsiert das Büro für Praktikum und Berufseinstieg die Alumni-Reihe "Berufsperspektiven für Studierende der Sozialwissenschaftlichen Fakultät". Dazu laden wir in jedem Semester interessante Absolventinnen und Absolventen der Sozialwissenschaftlichen Fakultät ein, die in ihren Vorträgen über ihren Berufseinstieg und den sich daran anschließenden beruflichen Werdegang berichten. Auch Informationen zum Berufsalltag, dem Arbeitgeber sowie Praktikums- und Karrieremöglichkeiten in den jeweiligen Berufsfeldern werden thematisiert. Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referentinnen und Referenten gerne eventuelle Fragen.

Die Alumni-Reihe richtet sich dabei an alle Studierenden der unterschiedlichen Studiengänge an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, ist aber auch für Studierende anderer Fakultäten geöffnet.

Übrigens: Wenn Sie sich für Vorträge aus früheren Semestern interessieren, werfen Sie gerne einen Blick in unser Programmarchiv.

Kontakt: Michael Bonn-Gerdes, Studienbüro der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Tel.: 0551 39 26525, Mail: michael.bonn-gerdes@sowi.uni-goettingen.de

>> HINWEISE ZUM SOSE 2021 <<

Die Vortragsreihe bleibt auch im SoSe 2021 digital. Tragen Sie sich ab dem 12.04.2021 einfach im StudIP in die Veranstaltung „Berufsperspektiven für Studierende der Sozialwissenschaftlichen Fakultät“ ein.

Die Vorträge werden per BBB-Meeting stattfinden und sind in der Veranstaltung unter dem Reiter „Alumni-Vorträge“ zu finden. Der Zutritt in den Meetingraum ist immer ab ca. 18 Uhr möglich, die Vorträge selbst beginnen um 18:15 Uhr.

„Einen Wissenschaftler machen wir nicht mehr aus dir, aber der Oma eine Heizdecke verkaufen, das kannst du“, so sagten die Prüfer nach der finalen mündlichen Abschluss-Prüfung zu Torben Kietsch. Sollten sie recht behalten? Unklar! Der heute 38-jährige studierte von 2003 bis 2009 an der Uni Göttingen, ein Auslandssemester auf Gran Canaria inklusive, und legte bereits während dieser Zeit den Grundstock für seine Laufbahn als Sportmanager. Neben den universitären Verpflichtungen absolvierte er u.a. Praktika beim Deutschen Tennis Bund, Schalke 04 und BMW Motorsport. Zudem arbeitete er bei BG Göttingen als „Mädchen für alles“.

Nach dem Examen übernahm Kietsch 2010 den Geschäftsführerposten beim Handball-Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe und kümmert sich hier insbesondere um die Belange des Profi-Teams sowie das Sponsoring. Während einer einjährigen Stippvisite als Geschäftsführer einer Hochschul-Akademie sammelte er weitere Erfahrungen und ist seitdem auch Dozent. „Nebenbei“ ist er für den Extremsportler Sebastian Steudtner tätig und betreut für ihn die Marken adidas und NIVEA. Der Vortrag soll spannende Einblicke zu seinen Aufgaben geben und Tipps für die eigene Karriere aufzeigen.

Sarina Paap hat 2020 ihren Master in Erziehungswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen abgeschlossen und arbeitet heute als Pädagogische Mitarbeiterin im Projekt TAfF – Teilhabe und Arbeit für Familien der BFGoe. Wie aus dem Wunsch, irgendwie beratend tätig zu sein, der erste Job nach dem Studium wurde – darum soll es in diesem Vortrag gehen. Darüber hinaus zeigt Frau Paap auf, vor welchen Herausforderungen sie ihn ihrem Berufsalltag steht, warum Erfolg und Frustration nahe beieinander liegen und wie man damit umgeht. Auf ihren Arbeitsalltag angesprochen legt sie dar, dass dieser genauso vielfältig ist, wie ihre Klient*innen und deren Anliegen.

Brot für die Welt ist ein weltweit tätiges Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland, welches sich einsetzt, die Lebensbedingungen von Menschen rund um den Globus zu verbessern. Wichtige Themen sind Ernährungssicherung, die Förderung von Bildung und Gesundheit, der Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Sicherung des Friedens. Dafür arbeitet Brot für die Welt mit diversen Partnerorganisationen zusammen, in der Afrikaabteilung sind es über 240 Projekte pro Jahr in 33 Ländern. Die Unterstützung erfolgt durch Beratung, Finanzmittel und die Vermittlung von Fachpersonal. Die Projektverantwortlichen führen den Dialog mit den Partnerorganisationen und beraten diese in den entsprechenden Förderbereichen. Sie sind zuständig Anträge der Partner zu prüfen und das Projektmanagement sicher zu stellen, hierzu gehören inhaltliche, administrative wie auch finanzielle Fragen.

Maria Hannen hat in Göttingen Diplom-Sozialwissenschaften mit den Fächern Politikwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialpsychologie, Europa- und Völkerrecht sowie Betriebswirtschaftslehre studiert. Nach ihrem Studienabschluss 2008 war sie u.a. drei Jahre für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Westafrika tätig, bevor sie 2015 zu Brot für die Welt wechselte und dort seither in der Afrikaabteilung im Projektmanagement arbeitet.

Es ist ganz sicher immer von Vorteil, wenn man schon im Studium eine möglichst klare Vorstellung entwickelt, in welche Richtung man sich beruflich bewegen möchte. Bei Roland Hiemann war das die Beschäftigung mit „internationaler Politik“. Das klappte auch, zunächst. Nach einem Praktikum bei den Vereinten Nationen in New York ging es nach dem Magister-Examen als Forschungsassistent nach Berlin zur Stiftung Wissenschaft und Politik. Aber immer geradeaus und nach oben durch die Decke geht es oft auch nicht. Die berufliche Weiterreise nahm Umwege (zurück nach Göttingen) über das Institut für Demokratieforschung und führte Roland Hiemann schließlich in die Niedersächsische Staatskanzlei in Hannover, wo er heute als Referent im Büro der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe nur entfernt mit „internationaler Politik“ zu tun hat.

Schon während ihres Studiums der Geschlechterforschung war Carolin Paul klar, dass sie sich gerne praktisch einbringen möchte, um Veränderungen und Chancen voranzubringen. Das reine Forschen ging ihr nicht weit genug. Durch ihre Rolle als zweifache Mutter war Frau Paul das ganze Studium über von bestimmten gesellschaftlichen Strukturen betroffen, die ihr Interesse an familienpolitischen Themen angefeuert haben.

Bei der Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft und während ihres Praktikums im Demografiemanagement beim Landkreis Göttingen hat sie viel über Projektplanung, Durchführung von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, individueller Beratung und überregionaler Vernetzung gelernt. Das alles sind Kompetenzen, die Frau Paul für ihre aktuelle Tätigkeit braucht. Vieles musste sie sich auch noch aneignen, denn von einem sozialwissenschaftlichen Studium hin zu den Geheimnissen einer kommunalen Verwaltung ist es ein holpriger Weg. Ein facettenreicher Job - von der Begleitung des ganzen Bauprozesses bis hin zur Öffnung eines kommunalen Familienzentrums.