Vermeidung von 'Raubverlagen' (predatory publishers) & Beratung zum Open-Acess-Publizieren
"Wissenschaftler*innen tragen Sorge dafür, dass ihre Forschungsergebnisse in den Standards guter wissenschaftlicher Praxis entsprechenden Publikationsorganen veröffentlicht werden" (DFG-Kodex, Leitlinie 15).
Zwar hängt die wissenschaftliche Qualität eines Beitrags nicht von dem Publikationsorgan ab, in dem er zugänglich gemacht wird. Nicht jedes Prublikationsorgan genügt jedoch den Anforderungen wissenschaftlicher Integrität und Qualitätskontrolle. Problematisch ist inbesondere die Veröffentlichung von Forschungsarbeiten in sog. Raubverlagen („predatory publishers"). Laut der Definition des Committee on Publication Ethics (COPE) bezieht sich der Begriff des "predatory publishing" auf "systematic for-profit publication of purportedly scholarly content (in journals and articles, monographs, books, or conference proceedings) in a deceptive or fraudulent way and without any regard for quality assurance" (COPE 2019).
Die Initiative Initiative: Think. Check. Submit. hilft bei der Identifikation potentieller Raubverlage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es auch Predatory Journals gibt, die den "Test bestehen", so dass u.U. weitergehende Prüfschritte oder auch Beratung zu empfehlen sind.
Weitere Beratung finden Sie u.a. hier:
- Predatory Journals erkennen und vermeiden. Sicher publizieren in der Wissenschaft
- 5 Handlungsempfehlungen, wenn Sie unbeabsichtigt in einem Predatory Journal publiziert haben
Um unseriöse Publikationspraktiken nicht zu fördern, übernimmt der Publikationsfonds der Universität nur die Kosten für Open-Acess-Publikationen, die in Publikationsorganen mit einer entsprechenden Qualitätssicherung (Peer-Review) veröffentlicht werden. Verdachtsfälle können an das Open-Access-Team der SUB Göttingen gemeldet werden: oa@sub.uni-goettingen.de. Bitte beachten Sie, dass an der Universität Göttingen seit Februar 2024 alle Zeitschriften des Verlages MDPI von der Förderung durch den zentralen Publikationsfonds ausgeschlossen sind (mehr Informationen).
Die SUB bietet einen Zeitschriften-Empfehlungsservice für das Open-Access-Publizieren an. Wenn Sie gerne Open-Access publizieren möchten, aber unsicher sind, welche Zeitschrift dafür in Frage kommt, gibt die B!SON-Version für die Universität Göttingen u. a. Hinweise zur Finanzierung von Open-Access-Publikationskosten speziell für Korrespondenzautor*innen unserer Einrichtung. Auch können Sie Titel, Abstracts und/oder Referenzen Ihres Artikels eingeben und erhalten auf dieser Basis Open-Access-Zeitschriften, die zu Ihrem Artikel passen könnten.