Workshop: Europäische und deutsche Rückkehr- und Abschiebepolitiken - Forschungsworkshop zu theoretischen Perspektiven und Forschungslücken

18. & 19.06.2026, Heyne-Haus, Papendiek 16, 37073 Göttingen

Abschiebungen und Rückkehrpolitiken treiben in Deutschland und Europa weiterhin populis
tische Diskussionen bis hin zu autoritären Transformationsprozessen an. Die jüngsten De
batten reichen dabei von rassistischen Stadtbild-Aussagen des deutschen Bundeskanzlers
Friedrich Merz, Anläufe der Rückkehrkooperation mit autoritären Regierungen wie den Tali
ban oder der neuen syrischen Regierung, bis hin zur Auslagerung von Abschiebegefängnis
sen in sogenannten Return Hubs, wie sie im Entwurf der neuen EU-Rückführungsverordnung
vorgesehen sind.
Zwei Jahre ist es nun her, seitdem wir uns als Forscher*innen zur Rückkehrpolitik in einem
ersten Workshop getroffen haben, um uns gemeinsam über unser Forschungen hinter und
jenseits den Kulissen der schon damals populistisch geführten öffentlichen Debatte auszu
tauschen. Damals gründeten wir ein Forschungsnetzwerk; die Forschung zum Thema war
noch nicht sonderlich breit ausdifferenziert und viele neuere Forschungen befanden sich
erst im Anfangsstadium. Damals schauten wir auf Institutionen, Orte und Akteur*innen im
Abschieberegime.
Heute, zwei Jahre später, wollen wir wieder zusammenkommen und fragen welche theoreti
schen Perspektivierungen die größer gewordene Forschung zur deutschen und europäi
schen Rückkehr- und Abschiebepolitik bisher gefunden hat, aber auch welche Leerstellen
für weitere Forschungen offenbleiben. Dabei wollen wir gerade vor dem Hintergrund der
neuen Konjunktur rechter und autoritärer Transformationsprozesse in Europa überlegen,
welche Perspektivierungen und welche Forschungen es bedarf, um diese Tendenzen zu er
fassen und ihnen demokratische Alternativen entgegen zu setzen?
Durch den Workshop erhoffen wir uns die bereits entstandenen Verbindungen untereinan
der auszubauen und neue Verknüpfungen zu schaffen, wir wollen existierende Forschungen
in einen interdisziplinären Austausch bringen, die weiter vorangeschrittene Forschungsland
schaft sichten und Ansätze und Perspektiven gemeinsam diskutieren, sowie Leerstellen für
weitere Forschungen ausloten.
Dazu möchten wir mit euch über zwei Tage ausschließlich in Präsenz in verschiedenen Pa
nels zusammenkommen, die insbesondere theoretische Perspektivierungen auf Rückkehr
und Abschiebungen in den Fokus nehmen. Der Workshop wird zweisprachig
(deutsch/englisch) stattfinden.

Das Programm findet sich >hier<.

Zur Registrierung bitte bis zum 07.06.2026 eine E-Mail an peer.diercks@uni-goettingen.de senden.


Der Workshop wurde organisiert von:
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