Berufsperspektiven & Ehemalige

An dieser Stelle wollen wir einen weiteren Einblick in das Studium des Masters „Arbeit in Betrieb und Gesellschaft“ und die Zeit danach ermöglichen. Neben den Eindrücken von Lehrenden, Studierenden und Ehemaligen sollen die ausgewählten Veröffentlichungen veranschaulichen, womit Sie sich in unserem Studiengang auseinandersetzen können. Sie erarbeiten sich in diesem Studiengang, mit seinem arbeitssoziologischen Schwerpunkt, ein spezifisches Profil für Ihren weiteren Berufsweg. Durch die Interdisziplinarität haben Sie die Möglichkeit neben diesem Schwerpunkt aus Angeboten der beteiligten Disziplinen zu wählen und Ihr Studium entlang Ihrer Interessen zu gestalten. Daraus ergibt sich eine Vielfalt möglicher Berufsfelder, zu denen Sie hier mehr finden.

Statements zum Studiengang

Das Studium im Master ABG ist aus meiner Sicht eine tolle Gelegenheit, neue Ideen und Konzepte in der Arbeitsforschung zu entwickeln – mit einer praxisbezogenen, analytischen und emanzipatorischen Perspektive.“ Peter Birke

„Schon in meinem Bachelorstudium der Sozialwissenschaften habe ich meinen Arbeitsschwerpunkt in der Arbeitssoziologie in Verbindung mit der Geschlechterforschung gesehen. Der Masterstudiengang "Arbeit in Betrieb und Gesellschaft" bietet mir die Möglichkeit, mich verstärkt mit dem Thema Arbeit aus einer interdisziplinären gesamtgesellschaftlichen Perspektive zu beschäftigen und ist in dieser Form einzigartig in Deutschland.“ Pascal H.

„Ich habe mich für den ABG-Master entschieden, da die breitgefächerte interdisziplinäre Modulauswahl es mir passgenau ermöglicht meine Schwerpunkte so zu setzen wie es mir gefällt. Gerade die enge Anbindung an das SOFI macht es mir möglich, meine Forschungsinteressen praxisnah zu erproben und im Anschluss auch zu verwirklichen.“ Thomas H.

„Während meiner Studienzeit in Göttingen habe ich an mehreren Lehrforschungsprojekten mit Forscher_innen aus dem SOFI teilgenommen. An den Lehrforschungen schätze ich besonders den hohen Praxisanteil, die Tatsache, dass man als Studierende selbstständig Leitfäden entwirft, Interviews führt und diese auswertet. Diese Arbeitsweise [...] legt meiner Meinung nach wichtige Grundsteine für den Beginn eigener Forschung. Durch die Erfahrungen, die ich in diesen Seminaren sammeln konnte, fiel es mir leicht, für meine Master-Arbeit ein eigenes Forschungsvorhaben zu konzipieren und umzusetzen. Die Seminare und Vorlesungen, die man aus verschiedenen Fächern wie Geschichte und Rechtswissenschaft auswählen kann, eröffnen weitere Perspektiven und Inspirationen für eigenständige Forschung, ebenso wie die Soziologie-Seminare, die eine theoretische Unterfütterung und anregende Diskussionen bieten. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Wahl meines Studiengangs, der meiner Meinung nach mit den hohen Forschungsanteilen in Arbeitssoziologie etwas Besonderes ist." Juliane I.


"Gerade aus gewerkschaftlicher Perspektive bietet der Masterstudiengang gehöriges Potential. Er kann aus meiner Sicht als gut gefüllter Werkzeugkoffer betrachtet werden, denn er vermittelt das nötige Rüstzeug und die passenden Instrumente, um beispielsweise im Bereich der ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Interessenvertretung aktiv werden zu können. Mit dem Studiengang „Arbeit in Betrieb und Gesellschaft“ können Studierende befähigt werden, sich für eine andere, bessere Welt zu engagieren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden und den Absolvent*innen dieses außergewöhnlichen Studiengangs und drücke die Daumen für ein erfolgreiches und spannendes Studium." Andreas Köppe, Gewerkschaftssekretär

Publikationen (ehemaliger) Studierender

Hier präsentieren wir Publikationen von (ehemaligen) Studierenden des Masters "Arbeit in Betrieb und Gesellschaft"

Resultate eines Lehrforschungsprojekts zum Streik im Sozial- und Erziehungsdienst 2015
Von: Peter Hosse, Marie Jessika Kropp und Thomas Stieber
In: Artus, Ingrid / Birke, Peter / Kerber-Clasen, Stefan; Menz, Wolfgang (Hrsg.): Sorge-Kämpfe. Auseinandersetzungen um Arbeit in sozialen Dienstleistungen
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Resultate eines Lehrforschungsprojekts zu "Teilhabe von neuen Migrant_innen an betrieblicher Arbeit"
Von: Hauke Harden

The German health care system has been subject to an increase in economic pressure and competition following changes introduced in the early 2000s which make hospital funding largely dependent on payments for diagnosis-related groups. As a result hospitals introduced measures to reduce labour costs by increasing workloads and worsening nurse-patient ratios. Additionally, large numbers of formerly publiclyowned hospitals were privatised. This case study investigates the successful strike of workers employed by the privatised service provider of a university hospital and explores the possibilities of solidarity within a precarious and highly segmented workforce.

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Forschungsergebnisse im Rahmen einer Bachelor-Arbeit
Von: Robin de Greef

Mit ihren auffälligen Rucksäcken prägen sie mittlerweile das Bild von Großstädten in ganz Europa und darüber hinaus: Rider genannte Kurierfahrer*innen, die auf Abruf Essen direkt vor die Haustür liefern. Sie sind Teil der Gig-Economy, einem Bereich des Arbeitsmarktes, der durch die Vermittlung prekärer Dienstleistungsjobs über digitale Plattformen gekennzeichnet ist. Die Plattform-Unternehmen wälzen dabei oft Verantwortung und Kosten auf die Beschäftftigten ab, welche im Arbeitsalltag tendenziell vereinzelt sind. Unerwartet kam darum, dass sich Rider seit dem Sommer 2016 vielerorts selbst organisieren und auch international vernetzen, um bis heute für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. In Berlin wurde die Kampagne Deliverunion gegründet, in der sich Rider der konkurrierenden Lieferdienste Deliveroo und Foodora zusammenschlossen und die durch das lokale Syndikat der Basisgewerkschaft FAU unterstützt wurde. Entlang dieses konkreten Beispiels gibt das Buch Einblicke in die Welt der Plattform-Unternehmen sowie den Arbeitsalltag und die Kämpfe bei den Lieferdiensten. Durch Auszüge aus Interviews kommt dabei die Perspektive der Rider selbst besonders zur Geltung.

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