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Campus-Covid-Screen


Das Projekt Campus-Covid-Screen bietet Studierenden und Mitarbeiter*innen der Universität Göttingen die Möglichkeit einer regelmäßigen, freiwilligen Testung auf eine Infektion mit SARS-CoV-2.

Es steht allen Studierenden und Mitarbeiter*innen nach einer vorherigen Anmeldung (siehe unten) zur Verfügung.
Hinweis

Die Ergebnismitteilung im Rahmen der CCS- Testung erfüllt nicht die Voraussetzungen einer ärztlichen Bescheinigung im Sinne der geltenden Ein-/Ausreisebestimmungen nach Maßgabe infektionsschutzrechtlicher bzw. SARS-CoV-2 bezogener Regelungen!


Die Testungen finden in der Mensa Italia und Mensa Nord, Montag bis Freitag ab 08:10 Uhr bis 10:30 Uhr statt.



Auf dieser Website und über den Newsletter der Universität informieren wir Sie über die weitere Entwicklung des Projekts. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Unterstützung des Projekts, mit dem wir hoffen, Sie und uns möglichst sicher durch einen wenn auch eingeschränkten, aber dennoch laufenden Präsenzbetrieb im Wintersemester zu begleiten.

Informationen

Ziel des Projekts ist insbesondere, im Wintersemester 2020/2021 einen verantwortungsvollen Präsenzbetrieb zu ermöglichen, zugleich aber einen Beitrag zu leisten, dass eine Gefährdung durch unbekannte Infektionen mit SARS-CoV-2 möglichst minimiert wird.

Das Projekt wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Mikrobiologie der Universitätsmedizin, dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, dem Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Durch den CAMPUS COVID SCREEN möchten wir ein Vorhersage-Tool modellieren, welches eine Prognose für risikoreiche oder auch risikoarme Lehrveranstaltungen ermöglicht oder eine Vorhersage für Übertragungswahrscheinlichkeiten bei Lehrveranstaltungen der Universität Göttingen zu definieren erlaubt.

Wenngleich eine hohe Testquote wünschenswert ist, ist jegliche Teilnahme an der Testung freiwillig. An eine Nichtteilnahme dürfen keine nachteiligen Folgen geknüpft werden, insbesondere ist die Teilnahme keine Voraussetzung für einen Zugang zu universitären Veranstaltungen. Auch kann eine Testung im Rahmen dieses Projekts nicht von Pflichten entbinden, die seitens des Gesundheitsamts angeordnet wurden.

Mit Ihrer Teilnahme an der Testung und den daraus resultierenden Testergebnissen können Sie auch dazu beitragen, wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse im Rahmen der Forschungen zum Pandemiegeschehen zu gewinnen. Ihre Einwilligung für eine Nachnutzung zu Forschungszwecken ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am CAMPUS COVID SCREEN. Im Falle Ihrer fakultativen Einwilligung werden Ihre personenbezogenen Daten / Gesundheitsdaten vor einer entsprechenden Nachnutzung zu Forschungszwecken anonymisiert.


Wir weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass Ihre Teilnahme nur auf eigenen Wunsch, d.h. ausschließlich freiwillig erfolgen darf. An Ihre Teilnahme bzw. Nichtteilnahme dürfen und werden keine Konsequenzen im Rahmen Ihres Beschäftigungsverhältnisses geknüpft werden. Sollten Sie einen Positivbefund erhalten, unterliegt das weitere Verfahren den Anordnungen des zuständigen Gesundheitsamtes wie auch in den sonstigen, nicht CCS bezogenen Testungen (z.B. über den Hausarzt). Das CCS Projekt macht in diesem Zusammenhang keinen Unterschied.

Das CCS Projekt ist im Wesentlichen eine Studie zur Entwicklung des Infektionsgeschehens an der Universität Göttingen. Es folgt seinem Primärzweck nach dem Forschungsinteresse, das Infektionsgeschehen in Abhängigkeit von spezifischen Faktoren wie Exposition zu beobachten und Prognosen zur Entwicklung zu ermöglichen. Als Begleitzwecke erlaubt es der Universität zudem, wertvolle Erkenntnisse zur Tragfähigkeit unserer Infektionsschutzmaßnahmen (Hygienekonzepte) zu gewinnen. Denn die Universität ist zwar im Rahmen einer Pandemielage aus gesetzlichen Gründen verpflichtet, Infektionsschutzmaßnahmen vorzusehen, was sie bereits mittels der „Allgemeinen Hygieneregeln“ und spezifischer, einrichtungsbezogener Hygienekonzepte umgesetzt hat. Das CCS Projekt ist in diesem Zusammenhang daher auch keine weitere Infektionsschutzmaßnahme der Universität, insbesondere keine Anordnung oder Regelung der Universitätsleitung, sondern bildet für die Studierenden und Beschäftigten ein unterstützendes Angebot im Rahmen der bereits geltenden Infektionsschutzmaßnahmen. Andererseits ist die Universität verpflichtet, ihre Infektionsschutzmaßnahmen und die Hygienekonzepte regelmäßig kritisch zu überprüfen. Sollten Sie sich für die Teilnahme entscheiden, helfen Sie daher zugleich mit, die Kriterien für eine solche regelmäßige Überprüfung zu schärfen.

Wenn Sie sich für eine Teilnahme entscheiden, werden Sie im Rahmen der Registrierung um eine Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten betreffend die Testung gebeten, sowie um eine Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten für die Nachnutzung in der Forschung. Die erste Einwilligung, ohne die eine Teilnahme an der Testung nicht möglich ist, ist diejenige in die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten ausschließlich zum Zwecke der Testung. Sie erhalten nach erfolgreicher Registrierung eine entsprechende Bestätigungsmail. Bitte beachten Sie, dass die Bestätigungsmail für Ihre Registrierung und auch das spätere Ergebnis per E-Mail ausschließlich an Sie gesendet werden. Nur im Falle eines Positivbefundes geht diese E-Mail aus gesetzlichen Gründen zugleich an das Gesundheitsamt. Über das CCS Projekt selbst erfolgt keine Benachrichtigung von Abteilungsleitern oder der Universitätsleitung; Mitteilungspflichten aufgrund eines Positivbefundes richten sich für Sie als Mitarbeiter*in nach den bereits geltenden Regelungen an der Universität.

Zusätzlich können Sie mit Ihrer Teilnahme zum eigentlichen Forschungsziel des Projekts beitragen. Sollten Sie zusätzlich in die Nachnutzung Ihrer Testdaten zu Forschungszwecken einwilligen, fließen Ihre Daten anonymisiert in die Forschungsfragen ein.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Teilnahme an der CCS Testung, sofern sie während Ihrer regulären individuellen Arbeitszeit erfolgt, als Arbeitszeit gilt.

Alle weiteren Details und Hinweise können Sie dem Registrierungsportal entnehmen.

Wie testen wir?

Sie werden im Rahmen der Testung gebeten, eine Speichelprobe abzugeben. Anhand dieser wird wird festgestellt, ob sich Virusbestandteile im Speichel befinden, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 bzw. eine Erkrankung an COVID-19 hinweisen.

Die Probenentnahme erfolgt an einer dafür vorgesehenen Teststation, die Ihnen vorab mitgeteilt wird, und wird im Labor des Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin bearbeitet.

Als Teilnehmende erhalten Sie an der Teststation einen steril verpackten Tupfer, mittels dessen Sie sich zunächst selbst eine Saliva/Speichel Probe nach vorgesehenem Protokoll entnehmen. Den Tupfer übergeben Sie anschließend an eine zur Entgegennahme bereitstehenden Person, die sich hinter einer Plexiglaswand mit entsprechender Personenschutzausrüstung befindet.


Bitte beachten Sie: Beim Abspielen dieses Videos werden Daten an Youtube übertragen. Zusätzlich zur Datenschutzerklärung der Universität gelten an dieser Stelle uneingeschränkt die Datenschutzbestimmungen von YouTube.



Sollte eine Testung positiv ausfallen, wird die betreffende Probe im Labor der Medizinischen Mikrobiologie der UMG nachgetestet. Bestätigt sich der Positivbefund, erfolgt nach gesetzlichen Regelungen die Meldung an das Gesundheitsamt Göttingen und zeitgleich die Information an die betroffene Testperson. Alle weiteren Schritte unterfallen in diesen Fällen der Zuständigkeit und Entscheidungshoheit des zuständigen Gesundheitsamtes.

Anmeldung

Zur Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung mit einer konkreten Terminvereinbarung unerlässlich. Sie erhalten hierüber eine Bestätigung per E-Mail, ohne die eine Testung vor Ort nicht möglich ist.

   Weitere Infos und Anmeldung


Weitere Informationen zum Thema


Das Wintersemester steht vor der Tür, und immer noch ist kein Ende der Corona-Pandemie abzusehen. Auch wenn das Sommersemester an der Universität Göttingen dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten in digitaler Form mit nur wenigen Einschränkungen stattfinden konnte, ist das akademische und soziale Leben an der Universität fast vollständig zum Erliegen gekommen. Zwar haben die meisten Studierenden ihre akademischen Ziele für das Semester mehr oder weniger gut erreichen können, eine Umfrage am Semesterende hat aber ergeben, dass fast zwei Drittel unserer Studierenden unter der sozialen Isolation und Motivationsproblemen gelitten haben. Kein Wunder – die Uni war gespenstisch leer. Es sind ja nicht nur das fachliche Bildungsangebot, sondern die vielen Diskussionen mit Kommiliton*innen und Lehrenden und die gemeinsamen Unternehmungen, die das Studium zu einem einmaligen Erlebnis und einem nachhaltig prägenden Lebensabschnitt machen.

Was können wir tun, damit im kommenden Semester wenigstens teilweise wieder persönliche Begegnungen in unserer Universität möglich werden? Wir haben uns entschieden, einen Teil der Lehrveranstaltungen in Präsenz abzuhalten. Zugegeben: Ganz normal wird es nicht sein – Abstandsregeln müssen eingehalten werden, Vorlesungs- und Seminarräume können nur reduziert genutzt werden, und in allen Universitätsgebäuden müssen Hygiene-Regeln beachtet und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden („AHA-Regeln“).

Leider wissen wir inzwischen, dass auch die Einhaltung dieser Regeln uns nicht sicher vor Infektionen schützen kann, insbesondere wenn die Infektionszahlen weiter ansteigen. Es besteht die sehr reale Gefahr, dass wir dann den Präsenzbetrieb wieder teilweise oder im Extremfall sogar vollständig einstellen müssen – wirklich keine schöne Vorstellung! Um das möglichst zu vermeiden, haben wir uns entschlossen, Studierenden und Mitarbeiter*innen während des Semesters regelmäßige Corona-Tests anzubieten, in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Mikrobiologie der Universitätsmedizin Göttingen, dem Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Wir werden mehrere Testzentren einrichten, an denen man sich online für ein bestimmtes Zeitfenster anmelden kann. Die Probenabnahme ist einfach und deutlich weniger unangenehm als der bisher übliche Nasenrachenabstrich – man steckt einfach eine Art Wattestäbchen in den Mund, lässt es mit Speichel vollsaugen und übergibt dann das Stäbchen einem*r Mitarbeiter*in (wir suchen Aushilfen für diese Aufgabe!). Die Ergebnisse werden, wenn alles klappt, noch am selben Tag per E-Mail mitgeteilt.

Was gewinnen wir durch diese Tests? Sie erlauben uns, die Entwicklung der Pandemie in der Universität viel genauer zu kontrollieren, insbesondere, wenn möglichst viele an den freiwilligen Tests teilnehmen. Wir werden belastbare Zahlen über den „Durchseuchungsgrad“ erhalten, der zurzeit nur grob hochgerechnet werden kann. Wir können das Risiko bei jeder Lehrveranstaltung besser abschätzen. Wenn es einen Ausbruch geben sollte, werden wir ihn schneller unter Kontrolle bekommen und damit in der Lage sein, gezielt einzugreifen anstatt große Teile der Universität wieder schließen zu müssen. Klar: Niemand kann garantieren, dass man zwar im Test noch negativ war, aber wenige Tage danach infektiös wird. Sie dürfen daher auch bei negativem Ergebnis die Vorsichtsmaßnahmen keineswegs vernachlässigen und das Ergebnis nicht als Freibrief für eine Party ohne Vorsichtsmaßnahmen ansehen! Dennoch – dies ist ein Riesen-Fortschritt angesichts einer ansonsten totalen Unsicherheit, und es ist eine Möglichkeit, risikoärmer zu einem wenigstens in Ansätzen normaleren Universitätsleben zurückzukehren.

Noch haben wir eine Menge zu tun, bis diese Tests flächendeckend zu Verfügung stehen. So werden wir zu Beginn des Semesters nur relativ wenige Tests anbieten können und die volle Kapazität erst im Laufe des Semesters erreichen. Auch ist die Finanzierung noch ungeklärt. Da wir vom Land leider nicht unterstützt werden, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir bereiten zurzeit eine Spendenaktion vor und hoffen, hierdurch so viele Tests wie möglich finanzieren zu können.

Und was ist, wenn ich positiv getestet werde? Glücklicherweise erkranken die meisten jungen Menschen gar nicht oder nur leicht – das Risiko eines schweren Verlaufs ist denkbar gering. Zudem haben wir in Göttingen eine hervorragende ärztliche Versorgung, und man kann die Krankheit inzwischen viel besser behandeln als am Anfang der Pandemie. Klar – infizierte Menschen müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden, und Sie werden für eine Zeit in Isolation müssen. Andererseits – wenn Sie nicht erkranken, ist die Zeit überschaubar, und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Sie sich danach erneut infizieren.

Das regelmäßige Screening ist eine Chance auf etwas mehr Normalität im Universitätsbetrieb, und wir hoffen auf rege Beteiligung - mit Ihrer Mithilfe kommen wir alle gemeinsam sicher durch das Wintersemester!
Nachtrag Anfang November
Wegen der sich rasch verschärfenden Infektionslage sind wir dringend auf Ihre Kooperation angewiesen, wenn wir den reduzierten Präsenzbetrieb aufrechterhalten wollen. Helfen Sie uns dabei:

  • Tragen Sie Ihren Mund-Nasenschutz auch in den Lehrveranstaltungen, und wenn irgend möglich auch dann, wenn Sie sprechen!
  • Halten Sie die Abstandsregeln in den Außenbereichen ein - auch draußen kann man sich infizieren, besonders wenn es windstill ist, man sich ansieht und redet, ist die Infektionsgefahr hoch! Eine Richtschnur ist Zigarettenrauch: Wenn Sie den riechen, sind sie im Übertragungsbereich der Aerosole des Rauchers!
  • Befolgen Sie die Regeln auch im privaten Bereich! In anderen Ländern mussten zahlreiche Universitäten bereits schließen, weil Regeln ignoriert wurden!



Kontakt

Haben Sie Fragen zum Campus-Covid-Screen? Dann senden Sie bitte eine E-Mail an ccs@uni-goettingen.de.