Im Rahmen des Verbundprojektes „FuLaWi“ wird untersucht, wie Laub als alternatives Futtermittel für Schafe und Ziegen besser nutzbar gemacht werden kann. Als Teil des Forschungsverbundes arbeiten wir daran, wie Laub durch Silierung haltbar gemacht werden kann und wie sich ein höherer Triebanteil, der bei einer mechanischen Ernte von Laub zu erwarten ist, auf die Futterqualität auswirkt. Schwerpunkt ist bei allen Untersuchungen Weiden- und Pappellaub.

  • Laufzeit: 01.06.2023 bis 31.05.2026

  • Förderung: BLE

Kräuter wie Spitzwegerich stoßen als Grünlandbestandteil auf vermehrtes Interesse. Dies hängt mit Eigenschaften wie einer hohen Trockenheitsresilienz und dem Potential zur Biodiversitätssteigerung zusammen. Darüber hinaus weisen sie als Futterpflanzen für Wiederkäuer einige interessante Eigenschaften wie ein Potential zur Senkung von Methanemissionen auf. Im Projekt sollen die Eigenschaften von Kräutern in der Wiederkäuerfütterung näher beleuchtet werden.

  • Laufzeit: 01.04.2023 bis 31.03.2026

  • Förderung: BMEL

Das Projekt MiZie untersucht die bedarfsgerechte Fütterung ökologischer Milchziegen und das Verhalten von Ziegenlämmern. Schwerpunkte sind der Energiebedarf sowie die Futteraufnahme auf der Weide. Folgeuntersuchungen auf Praxisbetrieben analysieren die Fressplatzgestaltung, die Versorgungslage sowie weidebasierte Rationsgestaltungen. Zudem wird analysiert, wie muttergebundene Aufzucht die Sozialkompetenz und das Ernährungsverhalten der Tiere beeinflusst.

  • Laufzeit:1.09.2023 bis 31.08.2026

  • Förderung: BMEL

International werden Wasserlinsen bereits als Futter und auch als Lebensmittel genutzt. Ihre hohe Wachstumsrate macht sie für die N- und P-Fixierung aus Gewässern und gleichzeitig als Futtermittel interessant. In dem Verbundprojekt mit Praxispartnern werden von der Uni Göttingen neben der Eignung von Wasserlinsen als Futterkomponente in Fischfutter die Siliereigenschaften von Wasserlinsen und ihre Akzeptanz durch Gänse untersucht (Wissenschaftlerinnen: E. Gregersen, B. Krone).

  • Laufzeit: 1.05.2022 bis 31.05.2025

  • Förderung: EIP (Europäische Innovationsprojekte)

Das vom DAAD geförderte Projekt (Wissenschaftlerin J. Ismita) untersucht in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. M. M. Uddin (Bangladesh Agricultural University) verschiedene Praktiken der Milchviehhaltung in Bangladesch, insbesondere im Hinblick auf die Treibhausgasemissionen (Methan). Ziel der Wissenschaftlerin Jamia Ismita ist es die Rationen entsprechend zu rangieren und die besten Fütterungsszenarien für unterschiedliche Herdengrößen (Kleinbauern bis hin zu großen Herden) zu untersuchen und zu entwickeln.

  • Start: 1.09.2023

  • Förderung: DAAD

Im Projekt werden Ziegen und Schafe in ihrer Kapazität zur Futterzerkleinerung verglichen (Wissenschaftlerin: Birthe Kone). Die Studie knüpft an eine Arbeit von Dulphy et al. (1995) an, wichtige Aspekte sind dabei beispielsweise die Anteile von Kauen (= Futterzerkleinerung) beim Fressen bzw. beim Wiederkauen. Daraus sollen sich auch Informationen zu Ansprüchen von Ziegen und Schafen an die Futterstruktur ableiten lassen. Dulphy, J. P., C. C. Balch, and M. Doreau. 1995. Adaptation des espèces domestiques à la digestion des aliments lignocellulosiques. Pages 759-803 in Nutrition des Ruminants Domestiques. R. Jarrige, Y. Ruckebusch, C. Demarquilly, M. H. Farce, and M. Journet, ed. INRA Editions, Paris.

Das Projekt vergleicht kleine Wiederkäuer bezgl. ihrer Methanabgabe (Wissenschaftlerin Joana Brandes-Samak). Als Hypothese steht im Raum, dass Unterschiede im Pansenvolumen und im Speichelfluss zwischen den Tieren Unterschiede in der enterischen Methanproduktion zur Folge haben können. Die Methanemissionen sollen mit einem GreenFeed System (C-Lock Inc.) des Departments für Nutztierwissenschaften quantifiziert werden.


Zu abgeschlossenen Projekten