Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät für Agrarwissenschaften spiegeln und tragen den systemwissenschaftlichen Charakter der landwirtschaftlichen Forschung unter der klaren Erkenntnis der Notwendigkeit eines disziplin- und systemübergreifenden Forschungsansatzes. Ziel ist es, drängende Zukunftsfragen agrarwissenschaftlichen Handelns aufzugreifen und forschungsbasiert Lösungsansätze zu entwickeln.

Forschungsschwerpunkte der Fakultät für Agrarwissenschaften

Ernährungssicherung und Lebensmittelqualität

Die Bekämpfung von Hunger und verborgenem Hunger durch fehlende (Mikro-)Nährstoffe ist die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der landwirtschaftlichen Systeme. Nahrungsmitteln müssen in ausreichender Menge und Qualität bereitgestellt werden. Dies umfasst die stetige Optimierung der Anbau- und Produktionsverfahren genauso wie die Strukturen zur Verfügbarkeit von Lebensmitteln auf globaler und regionaler Skala. Ernährungssicherung bedeutet auch die Sicherung der Agrar- und Ernährungssysteme selbst, d.h. die Berücksichtigung der sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung der Wertschöpfungsketten für die Menschen im Agrarsektor.

Nachhaltige Landnutzung und Biodiversität

In der Landnutzung sind Produktionssysteme immer auch Ökosysteme. In der Erforschung von Ökologie und Biologie dieser Systeme und ihrer Lebewesen liegt der Schlüssel zur nachhaltigen bzw. dauerhaften Nutzung und der Erhaltung von Agrarsystemen durch das Erkennen, Wertschätzen und Nutzen von Ökosystemleistungen. Dies betrifft die Gesundheit von Boden, Pflanzen und Tieren ebenso wie Naturschutzaspekte und die Erhaltung von Artenvielfalt und biologischen Funktionen.



Verstehen und Lenken von Transformationsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Wandel und Veränderung sind ständige Begleiter des Fortschritts und der Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen und technologischen Fortschritts. Dies betrifft u. a. ökologische, aber auch gesellschaftliche Faktoren wie ein verändertes Konsum- und Ernährungsverhalten oder auch völlig neue Handlungsfelder wie die Proteinproduktion mit Insekten oder Algen. Hier muss die Agrarforschung quasi in Echtzeit Analysen liefern und Handlungsoptionen aufzeigen.

Herausforderungen des Klimawandels für landwirtschaftliche Systeme weltweit


Der Klimawandel bedingt, dass Agrarsysteme lokal und global zukunftsfähig aufgestellt werden müssen. Hier gilt es, Funktionen und Prozesse besser zu verstehen, um die Entscheidungsgrundlagen für die Entwicklung von klimaresilienten Agrarsystemen bereitzustellen. Gleichzeitig stehen landwirtschaftliche Produktionssysteme selbst in der Notwendigkeit klimaneutral zu werden ohne die Ernährungssicherung zu gefährden. Multidisziplinäre und systemwissenschaftliche Forschung zeigt neue Wege und Optionen auf.







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Prof. Dr. Stefan Siebert
Dekanatsamt für Forschung und Digitalisierung
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Dr. Martin Pothoff
Referent für Forschung
Tel. +49 551 39 26960
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