GISCA Occasional Paper Series

Die Göttingen Institute of Social and Cultural Anthropology (GISCA) Occasional Paper Series veröffentlicht exzellente Abschlussarbeiten der Studierenden, aktuelle Forschungsergebnisse der Forschenden und Lehrenden des Institutes sowie herausragende Vorträge aus dem Institutskolloquium.


Aktuelle Ausgaben:


Titelseite GISCA 28

GISCA No.28, 2020


Brigitta Hauser-Schäublin

„Beyond plagiarism: where does scientific misconduct begin? Academic integrity, misrepresentations and the Cook/Forster Collection"



Cases of violation of academic integrity among high-ranking politicians and scientists in Germany have shocked the public when it became known that these had fabricated the results of their research or committed plagiarism in their dissertation. However, where does scientific misconduct begin? There seems to exist a grey area of breaches of good research practice. I will explore it and inquire particularly into the practice of misquoting, using quotes out of context and omitting data that do not fit the author’s argument. I will also examine the conditions and circumstances under which such practices seem to have increased over the past decades. The main example, which illustrates such practices, constitutes the research, publication and exhibition projects of the Göttingen Cook/Forster Collection and the way in which they became misrepresented.






GISCA 27 Müller Titelseite

GISCA No.27, 2020

MA-Arbeit

Max Müller

„Transnationale Lebenslinien junger Việt kiều – In der Fremde zu Hause/In der Heimat zu Besuch?!"



Innerhalb dieser Arbeit wird die gemeinsame Spurensuche von einer Gruppe in Deutschland geborener Kinder vietnamesischer Eltern und mir nach Fragen der Heimat, Rückkehr und Identität im transnationalen Raum Deutschland/Vietnam wiedergegeben. Im Kontext diasporischer Tourismuserfahrungen begleitete ich dafür junge Menschen – in vielen Fällen Freunde und Freundinnen aus meiner Schulzeit – auf ihren vermeintlichen Rückkehr-Reisen ins Heimatland ihrer Eltern. Dabei zeigte sich, dass die Erfahrungen der Forschungsteilnehmenden stetig zwischen Gefühlen der Heimat und Momenten der Entfremdung schwanken. Inbesondere jedoch im direkten Vergleich zwischen den Geschlechtern wurde mir deutlich, dass für junge Frauen der Prozess der Beheimatung in Vietnam durch Verbote und Einschränkungen ihrer Familien deutlich steiniger ist. Schlussendlich konnte ich durch diesen Ausstausch die identistätsstiftende Wichtigkeit der „Rückehr-Reisen“ nachspühren und bekam durch den spannenden Forschungsdialog mit den Teilnehmenden dieser Studie die Ambivalenz der Begriffe Heimat und Rückkehr deutlich vor Augen geführt.






GISCA 26 Titelseite

GISCA No.26, 2020

Sammelband

Nadine Sieveking (Hg.)

„Dimensionen des Religiösen und Nicht-Religiösen. Empirische Forschungen im ERC-Projekt: ‚Private Pieties. Mundane Islam and New Forms of Muslim Religiosity: Impact on Contemporary Social and Political Dynamics‘"



Das vorliegende Arbeitspapier reflektiert die Forschungsprozesse, die im Rahmen des von Roman Loimeier konzipierten und geleiteten Projekts „Private Pieties. Mundane Islam and New Forms of Muslim Religiosity: Impact on Contemporary Social and Political Dynamics“ initiiert wurden. Es präsentiert einen Zwischenstand und Ausschnitte aus der Entwicklung des Gesamtprojekts sowie der Einzelprojekte, die bisher in Iran (Katja Föllmer) in Ägypten (Lisa Franke), in Libanon (Johanna Kühn), in Senegal (Nadine Sieveking) und in Tunesien (Roman Loimeier) durchgeführt wurden. In der Einleitung werden methodologisch relevante Aspekte unserer projektinternen Auseinandersetzung mit zentralen Begriffen und Fragen, insbesondere nach den Möglichkeiten des empirischen Zugangs zu „privaten Frömmigkeiten“ sowie zu „individuellen Religiositäten“, nachgezeichnet. Die folgenden Kapitel gehen auf länderspezifische Rahmenbedingungen, sowie individuelle Feldzugänge und Forschungsinteressen der Projektmitarbeitenden ein. So werden die jeweils gewählten Schwerpunkte der empirischen Studien und ihr Fokus auf unterschiedliche Formen des Religiösen und Nicht-Religiösen nachvollziehbar.