Gleichstellung

Die Corona-Pandemie geht mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen einher und verändert Arbeit, Studium, Lehre und Forschung fundamental. Ihre Folgen treffen nicht alle Mitglieder und Angehörigen der Universität in gleicher Weise: Je nach Lebenssituation und -lage wirken sich die politischen und organisatorischen Maßnahmen unterschiedlich aus. Eine schwierige Alltagsgestaltung, psychosoziale Verunsicherungen, soziale Ausschlüsse und existenzielle Bedrohungen aufgrund von finanziellen Notlagen sowie Diskriminierungs- oder Gewalterfahrungen führen zu neuen oder zur Verstärkung bestehender Mehrfachbelastungen.
Auf "Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz im Blick – auch und gerade während der Corona-Pandemie“ wird auf solche – neuen und alten – Benachteiligungen und Diskriminierungen aufmerksam gemacht und dafür sensibilisiert, wie wichtig Chancengleichheit und Diskriminierungsschutz gerade jetzt sind.
Vor besonderen Herausforderungen stehen Menschen, die – bei geschlossenen Schulen und Kitas – zuhause Sorgearbeit leisten, für Homeschooling verantwortlich sind, Angehörige oder Personen, die zu den sog. Risikogruppen zählen, pflegen und/ oder betreuen und zugleich im Home-Office arbeiten oder Qualifizierungsarbeiten verfassen: „Corona: Informationen zu Vereinbarkeit“.




Die Universität Göttingen verfolgt eine umfassende Gleichstellungspolitik: Sie verbindet zielgruppenspezifische Unterstützungsmaßnahmen (Individualförderung insbesondere im Rahmen des Dorothea Schlözer-Programms) mit Programmen zur gleichstellungsorientierten Weiterentwicklung der Universitätsstrukturen und -kultur (Gender Mainstreaming). Gleichstellung der Geschlechter ist als eigenständiger Aufgabenbereich etabliert. Zugleich wird Gleichstellung als Querschnittsaufgabe in sämtliche Strukturen und Prozesse universitärer Handlungsfelder integriert – Nachwuchsförderung, Forschung, Studium und Lehre, Infrastrukturen und Wissenschaftsmanagement.

Ziel ist die Herstellung von Chancengleichheit, die Anerkennung und Wertschätzung unterschiedlicher Lebensweisen und -situationen sowie der Abbau von Benachteiligung und Diskriminierung. Die Universität will so allen Mitgliedern und Angehörigen in der Wissenschaft, in Verwaltung, Technik und Wissenschaftsmanagement sowie den Studierenden bestmögliche Rahmenbedingungen bieten, um erfolgreich studieren und herausragende Leistungen in Forschung und Beruf erbringen zu können. Die in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelte Gleichstellungspolitik ist systematisch mit der Vereinbarkeits- und Diversitätspolitik verknüpft.

Die Gleichstellungsarbeit der Universität wird qualitätsgesichert weiterentwickelt: Auf Basis von gleichstellungsrelevanten Datenanalysen und Statistiken (GleichstellungsControlling) und Evaluationen wird die Zielerreichung und Wirksamkeit von Programmen und Maßnahmen verfolgt. Daraus werden Weiterentwicklungs- und Optimierungspotentiale abgeleitet.

Die Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität koordiniert die gleichstellungsorientierte Organisationsentwicklung. Sie berät Fakultäten und weitere Organisationseinheiten sowie Fach- und Führungskräfte bei der Weiterentwicklung und Umsetzung gleichstellungsorientierter Strategien (GenderConsulting) und der Entwicklung innovativer, strukturwirksamer Projekte (Gleichstellungs-Innovations-Fonds). Sie unterstützt den Ausbau von Informationsangeboten und Qualifizierungsmaßnahmen. Sie bietet Mitgliedern und Angehörigen der Universität Beratungen zu verschiedenen Themenbereichen.

Die Schwerpunkte der Gleichstellungsarbeit liegen auf der gleichstellungsorientierten Weiterentwicklung von Nachwuchsförderung und Personalentwicklung sowie bei der Verbesserung der Sicherheit auf dem Campus. Die Verbesserung der Studien-, Forschungs- und Arbeitsbedingungen wird insbesondere mit Blick auf Führungsfragen vorangetrieben. Vereinbarkeit ist dabei als Querschnittsthema etabliert, den strategischen Rahmen setzen die Leitlinien für eine vereinbarkeitsorientierte Führungskultur.
Die Stabsstelle arbeitet eng mit den Gleichstellungsbeauftragten (insb. bei Fragen zu Stellenbesetzungen und Auswahlprozessen) sowie weiteren Einrichtungen und Akteur*innen zusammen, die Maßnahmen und Aktivitäten zur Gleichstellung der Geschlechter umsetzen. Die Universität kooperiert zu Gleichstellungsfragen darüber hinaus mit den Partnerinstitutionen des Göttingen Campus, den Hochschulen in Niedersachsen (bspw. im Rahmen der Dialoginitiative „Geschlechtergerechte Hochschulkultur“) und weiteren Wissenschaftseinrichtungen.