Publikationen
Deliverable 3.1 Measurement and description of cross-national patterns and trends in identities, cohesion and resilience
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der soziale Zusammenhalt zu einem zentralen Anliegen der europäischen Politik entwickelt. Steigende wirtschaftliche Ungleichheit, demografischer Wandel, zunehmende Mobilität und Migration sowie wachsende politische Polarisierung werfen Fragen nach der Fähigkeit europäischer Gesellschaften auf, inmitten des rasanten Wandels zusammenzuhalten. Vertrauen – sowohl zwischenmenschliches Vertrauen als auch Vertrauen in Institutionen – gilt seit Langem als eine tragende Säule des sozialen Zusammenhalts und bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit, die Einhaltung von Regeln und die Legitimität öffentlicher Autorität. Diese Studie bietet eine deskriptive Analyse des sozialen Zusammenhalts in Europa mit Fokus auf zwischenmenschliches (soziales) und institutionelles Vertrauen als zentrale Dimensionen des Zusammenhalts. Anhand von Daten des European Social Surveys (ESS) dokumentiert der Bericht Niveau, Streuung und zeitliche Trends des Vertrauens in europäischen Regionen auf NUTS-1-Ebene. Die Analyse geht über nationale Durchschnittswerte hinaus und hebt erhebliche subnationale Unterschiede im Vertrauen vor. Zudem zeigt sie, wie sich regionale Vertrauensstrukturen innerhalb von Ländern unterscheiden.
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WE-ID Content Analysis Migration Germany Abschlussbericht
Migration stellt in Deutschland ein dauerhaft prägendes demografisches Phänomen dar: Im Jahr 2020 hatte mehr als ein Viertel der Bevölkerung (26,7%) einen Migrationshintergrund. Zwischen 2011 und 2020 zogen rund 14,6 Millionen Menschen aus dem Ausland nach Deutschland. Die Daten zeigen: Migration bleibt ein strukturell bedeutendes und dynamisches Thema für Deutschland. Sie bilden die Grundlage für das Verständnis aktueller Debatten über Integration und mediale Darstellungen von Migration. Während die vorangegangene Inhaltsanalyse zeigte, wie Migration in deutschen Medien dargestellt wird, erlaubten die Fokusgruppen zu erkunden, wie diese Darstellungen in migrantischen Lebenswelten tatsächlich ankommen, insbesondere unter Bedingung transnationaler Mediennutzung. Vor diesem Hintergrund soll nun der letzte Bericht in diesem Kontext herausarbeiten, wie Darstellungsweisen von Migration in deutschen Medien mit der Wahrnehmung der türkischen und russischen Diaspora in Deutschland korrespondieren und welche Rolle dabei Diaspora- und Exilmedien für gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen (können).
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D4.1 We-ID Milestone Report - Social Identity and Political Participation
Ziel dieses Berichts ist es, die Unterschiede in den sozialen Identitäten und der politischen Partizipation von Migranten und ihren Nachkommen in Europa zu untersuchen. Die europäischen Länder haben in den letzten Jahrzehnten einen Anstieg der Zuwanderung erlebt. In den meisten nord-, west- und südeuropäischen Ländern stellen Migranten und ihre Nachkommen ein Viertel der Bevölkerung; in Osteuropa ist dieser Anteil niedriger, aber steigend. Migration hat nicht nur die soziale und kulturelle Heterogenität der europäischen Gesellschaften erhöht, sondern Migranten und ethnische Minderheiten selbst bilden eine vielfältige Gruppe hinsichtlich ihrer Merkmale und Identitäten. Durch die Untersuchung von Migranten und ihren Nachkommen können wir die umfassenderen Trends und Muster kultureller, sozialer und politischer Identitäten sowie der politischen Partizipation in den europäischen Gesellschaften besser verstehen; Faktoren ermitteln, die die Inklusion, soziale Integration und den Zusammenhalt von Migranten fördern oder behindern; und Strategien zur Unterstützung heterogener Bevölkerungsgruppen in unseren Gesellschaften entwickeln.
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Deliverable 2.2: Concept Paper on resilient (local) democraties
Resiliente Gemeinschaften werden als die Stärke sozio-räumlicher Systeme verstanden, außergewöhnlich belastenden Ereignissen standzuhalten. Dazu gehören sozio-interaktive, gemeinschaftliche Strukturen und Prozesse sowie technische, institutionelle, kommunale und gesellschaftliche Faktoren.Im We-ID-Ansatz orientieren wir uns an einem Konzept, das primär aus der Sozialpsychologie, Soziologie und Gemeindepsychologie stammt: Gemeinschaftliche und gesellschaftliche Resilienz entsteht aus koordinierten sozialen Interaktionen. Soziale Beziehungen und Erfolge stärken die Funktionsfähigkeit der Gemeinschaft (Kapazitätsaufbau). Der Zusammenhalt und die Widerstandsfähigkeit einer Gemeinschaft, ihr soziales Kapital, resultieren daher aus der Summe, Dichte und Stärke der Bindungen zwischen ihren Mitgliedern (Beerlage 2023).
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Migrationsberichterstattung in Deutschland: Perspektiven von Qualitäts- und Randmedien
Eine vergleichende Inhaltsanalyse ausgewählter deutscher Medien von Merle van Berkum, Juliane Niepert und Susanne Fengler
Migration stellt seit Jahrzehnten ein zentrales gesellschaftliches Thema in Deutschland dar. Besonders seit der sogenannten ‚Flüchtlingskrise’ im Jahr 2015 ist die Zuwanderung in den politischen, medialen und öffentlichen Diskursen präsent. Die mediale Darstellung von Migration spielt eine entscheidende Rolle in der Wahrnehmung und Meinungsbildung der Öffentlichkeit. Zeitungen wie beispielsweise Die Welt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) gehören zu den meinungsführenden Qualitätsmedien Deutschlands. Ihre Berichterstattung beeinflusst nicht nur die Leserschaft, sondern kann auch politische Diskurse mitgestalten.
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Lokale kulturelle und regionale Kontexte prägen stark, wie Migration wahrgenommen wird. Derzeit schwankt die Migrationspolitik der EU zwischen Management und Kontrolle einerseits und Integration und Inklusion andererseits. Doch in lokalen Gemeinden und am Arbeitsplatz entwickelt sich echte Integration. Das aktuelle Population Europe Policy Insightvon We-ID Expert*innen Claudia Neu, Hill Kulu, Ljubica Nikolic, Öndercan Muti, Sarah Christison
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Deliverable 2.1: Thematic Stakeholder Dialogue Concept Note
Das Arbeitspaket 2 liefert die konzeptionellen Grundlagen für eine demokratie- und resilienzstärkende Politik. Es untersucht zudem, wie Politikgestaltung soziale und territoriale Marginalisierung und Diskriminierung verhindern und bekämpfen und gleichzeitig ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Zusammenhalts für alle EU-Bürger und Migranten schaffen kann. Das Arbeitspaket wird zudem eng mit dem Policy Advocacy and Research Lab (WP7) verknüpft sein und als Input für die anderen wissenschaftlichen Teile dienen, die sich mit Treibern, Migrationsmustern und Identitäten befassen. Im Deliverable 2.1 spielt die Migrationspolitik eine ganz besondere Rolle, da sie zum Ausgangspunkt für antidemokratische Versuche rechter Parteien geworden ist, die EU zu untergraben, indem sie Narrative von „Überfremdung“ und Verlust der nationalen Identität nutzen. Auch die Kohäsionspolitik, insbesondere die Integrationspolitik auf EU- und nationaler Ebene, muss kritisch hinterfragt werden, da sie maßgeblich für die Teilhabemöglichkeiten von (ethnischen, religiösen) Minderheiten, Migranten und deren Nachkommen, Menschen mit Behinderungen und Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen am (lokalen) Gemeinwesen verantwortlich ist.
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Deliverable 5.1: Mind Map of existing models on identity, belonging, cohesion, resilience and democracy
Das Ziel dieses Deliverable Papers ist es, bestehende Modelle von Identität, Zugehörigkeit, Zusammenhalt, Resilienz und Demokratie durch eine strukturierte Mindmap abzubilden und zusammenzufassen. Dies soll eine gemeinsame konzeptionelle Grundlage für das We-ID-Projekt schaffen, Überschneidungen und Lücken zwischen den Disziplinen aufzeigen und die analytische, methodische und politikorientierte Arbeit des Projekts leiten.
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D 1.4 We-ID_Plan for the Exploitation and Dissemination of Results (PEDR)
Der Plan zur Nutzung und Verbreitung der Ergebnisse (PEDR) stellt die konkreten Maßnahmen zur Kommunikation, Verbreitung und Nutzung der Projektergebnisse von We-ID dar und erläutert, wie deren Effizienz im Projekt gemessen und bewertet wird. Er umfasst die Hauptziele der Strategie, die Zielgruppen, die geplanten Aktivitäten, den Zeitplan und die wichtigsten Leistungsindikatoren (KPI), anhand derer die Effizienz der Strategie bewertet und gegebenenfalls angepasst werden kann. Er stellt die ständige Kenntnis wichtiger Aspekte sicher und führt zu kontinuierlichen Überprüfungen und Verbesserungen, sodass notwendige Anpassungen jederzeit vorgenommen werden können. Regelmäßige Verbesserungen sollten auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse erfolgen. Alle Partner werden in den Prozess eingebunden und regelmäßig auf dem Laufenden gehalten.
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D1.2 Website We-ID
Die Einrichtung der We-ID-Projektwebsite ist Teil von AP1. Das Deliverable Paper D1.2 beschreibt, warum eine Website als Kommunikationsinstrument für die We-ID-Projektergebnisse ausgewählt und in der Form gestaltet wurde, in der sie Anfang April 2025 online ging.
Im Vergleich zu Social-Media-Plattformen bietet eine Website viel Platz für umfassende Informationen. Die kontextbezogene Präsentation der Projektergebnisse mit nützlichen Hintergrundinformationen stärkt die Expertise der Projektpartner und schafft Vertrauen in die Forschungsergebnisse. Gerade bei einem so komplexen Projekt wie We-ID bietet sie die Möglichkeit, detaillierte Erklärungen zu liefern. Eine rund um die Uhr verfügbare Website kann schnell und häufig aktualisiert und angepasst werden. Sie trägt zur Einbindung der Stakeholder bei, da schnell benötigte Informationen oder Kontaktmöglichkeiten sofort verfügbar sind. Auch die Präsenz in sozialen Medien kann sich positiv auf die Sichtbarkeit der Website auswirken, da Suchmaschinen diese anhand des Social-Media-Profils des Projekts leichter einer Kategorie zuordnen und dies mit einem höheren Ranking honorieren. Zudem werden wertvolle Backlinks in den sozialen Medien gesammelt, die die Sichtbarkeit der Website verbessern. Aktuell analysieren wir, welche Kanäle unsere Zielgruppe besonders gerne nutzt, um sie regelmäßig mit Inhalten zu versorgen (siehe PEDR-Plan zur Nutzung und Verbreitung). Eine Projektwebsite kann ein kostengünstiges und zielgerichtetes „Marketinginstrument“ zur Steigerung der Sichtbarkeit des Projekts sein und gewinnt noch mehr an Wert, wenn sie kontinuierlich gepflegt und optimiert wird.
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WQAP We-ID Work and Quality Assurance Plan DEM (WP1)
Der Arbeits- und Qualitätssicherungsplan (WQAP) ist Teil von WP1 und dient als Referenzdokument für eine effiziente und erfolgreiche Zusammenarbeit, die die Projektziele mit hohen Qualitätsstandards erreicht. Es dient zudem allen Projektpartnern als Referenz, um ihre Verantwortlichkeiten und Rollen in Bezug auf die Projektleistungen und -ergebnisse abzubilden.
Qualitätssicherungs- und -kontrollverfahren werden für die gesamte Projektleistung etabliert, um die Entwicklung des Gesamtprojekts zu überwachen und die Regeln zur Anerkennung der EU-Finanzierung zu erfüllen. Darüber hinaus soll ein einheitlicher Markenauftritt aller Projektpartner in allen Veröffentlichungen und bei der öffentlichen Präsentation des Projekts sichergestellt werden. Die Anforderungen an die Bereitstellung von Projektmaterial für Externe werden im Datenmanagementplan (D 1.3) geregelt.
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