EU und Mercosur: Studien zu den Auswirkungen


Nach mehr als 25 Jahren Verhandlung hat die EU ihr Handelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay - den sogenannten MERCOSUR-Staaten - auf den Weg gebracht. Nach der Zeichnung durch Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 17. Januar in Asunción (Paraguay) muss das Europäische Parlament über den endgültigen Abschluss entscheiden. Es hat dafür zwei Studien in Auftrag gegeben, an denen von unserer Fakultät Professor Tobias Stoll beteiligt war. Zusammen mit Wissenschaftler:innen der Universitäten Kiel, Hohenheim und Warschau, von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und dem Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW) in Köln haben sie den endgütigen Abkommenstext und die möglichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen analysiert.

Die Studien behandeln einerseits die Entwicklung des Entwicklung des Vertragstextes sowie andererseits die Auswirkungen auf Wirtschaft und Nachhaltigkeit.

Tobias Stoll ist überzeugt: „Das Abkommen wird den Handel zwischen Lateinamerika und Europa beleben, Wachstum schaffen und Nachhaltigkeit wirksam sichern. In Zeiten großer geopolitischer Herausforderungen setzt es ein ermutigendes Zeichen für eine internationale Ordnung, in der das Recht und nicht die schiere Macht zählt. Daneben hat die EU hier am Ende gezeigt, dass sie durchaus handlungsfähig ist."