Erfolgreicher ENLIGHT-Workshop „The age-friendly and inclusive city“
Was prägt, hindert und fördert Zugehörigkeit, Teilhabe und Wohlbefinden im Kontext von alternden und sich diversifizierenden europäischen Städten? Wie kann eine intersektionale Forschungsperspektive in diesem Feld weiterentwickelt werden und welche politischen Implikationen ergeben sich daraus? Diese Fragen diskutierte ein interdisziplinäres Konsortium am 19. November 2021 in einem Workshop, den das Institut für Diversitätsforschung ausgerichtet hat.In ihrem Grußwort betonte die zentrale Internationalisierungsbeauftragte der Universität Göttingen, Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, die Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der Arbeit des Konsortiums und dessen wichtigen Beitrag zur Europäischen Universität ENLIGHT. Es folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Jonas Stier (Mälardalen University) zum Thema "The homogenization and exclusion of older people – biases and discourse". Ausgehend von der empirischen Forschung in Schweden stellte er die Notwendigkeit heraus, die Heterogenität der älteren Bevölkerung systematisch zu berücksichtigen und zeigte auf, wie Praktiken der Digitalisierung Prozesse der Inklusion und Exklusion der älteren Bevölkerung gegenwärtig neu konfigurieren. Im zweiten Teil des Workshops diskutierte das Konsortium methodologische Fragen wie auch innovative Konzepte für den Wissenstransfer.
Das interdisziplinäre Konsortium wird von Prof. Dr. Andrea D. Bührmann (Universität Göttingen) geleitet und vereint renommierte Expert*innen der Universitäten Bratislava, Gent, Göttingen, Groningen und Kreta. Die Gruppe entwickelt einen intersektionalen, transformativen und Mehrebenen-Ansatz zur Erforschung städtischer Zugehörigkeitsprozesse in einem alternden Europa.
Der Workshop fand im Rahmen des Projekts "Equity under pressure. Transformations of urban belonging in an ageing Europe" statt und wurde durch DAAD ENLIGHT TRANSFORM gefördert.