ECHO: Räume für orale Kultur Geschichtenerzählen und narrative Praxis in Westafrika
Jedes gesprochene und geschriebene Wort ist mit den Stimmen anderer durchzogen,
jeder Satz ein Mosaik aus Zitaten, die im Sprechen oder Schreiben eines jeden Menschen
als Echo nachhallen. Ein solches Mosaik der Vielstimmigkeit bilden auch die vielen
studentischen Beiträge, die im Kontext des ECHO-Projekts entstanden sind und die
Ausstellung auf vielfältige Weise bereichert, ergänzt und mitgeformt haben.
Den Auftakt für das Projekt formte ein Ensemble an Geschichten aus unterschiedlichsten
Regionen Burkina Fasos, die in Ouagadougou kuratiert und ausgestellt wurden und
Einblicke in die vielgestaltige und facettenreiche Tradition des mündlichen Erzählens in
Westafrika eröffneten. Im Rahmen des Projekts „ECHO: Räume für orale Kultur“ wanderten
ebendiese Geschichten nach Göttingen, wo ihnen die Sonderausstellung „Hört, hört!
Geschichten, Klänge und Wissen aus Burkina Faso“ gewidmet wurde und
wird.
Den mehrjährigen Weg der gesammelten Geschichten haben Studierende mit ganz
unterschiedlichen Beiträgen mitgestaltet und begleitet. Genau wie die vielen Erzählungen
aus Burkina Faso bilden sie ein ebenso vielstimmiges Mosaik aus verschiedenen
Perspektiven und Ideen, das je nach Lichteinfall, je nach Standpunkt der Betrachtenden
ganz unterschiedliche Farbtöne und Bedeutungen entfalten kann. Für jeden einzelnen
Beitrag in diesem Prozess soll hiermit ein feierliches und riesengroßes Dankeschön
ausgesprochen werden. Folgende Beiträge sind im Rahmen des ECHO-Projekts
entstanden:
Studienprojekte
Sina Fligge„Orale Kultur und ethnologisches Geschichtenerzählen“ (Studienprojekt)
- Erarbeitung von ausstellungsrelevanten Inhalten zu Narrativität und Tiergeschichten
Fabrice Lontke
„Sensible Provenienzen, orale Kulturen und museale Translationsprozesse: Aushandlungen im Spannungsfeld dekolonialer Perspektiven zwischen Deutschland und Burkina Faso“ (MA-Arbeit)
„Wissenschaftlicher Beitrag zur Projektkonzeption und Ausstellungstranslation für das ECHO-Projekt in Kooperation zwischen der Universität Göttingen und dem GoetheInstitut Burkina Faso“ (Studienprojekt)
- Ethnologische Begleitung des ECHO-Projekts im Rahmen eines studentischen Praktikums
Sarah-Marie Otzelberger
„Geschlechterbeziehungen bei den Mossi und Kurumba“ (Studienprojekt)
- Erarbeitung von ausstellungsrelevanten Inhalten zu Gender
Tabea Popp
„Konstruktion und Wahrnehmung von Weiblichkeit: Die ambivalente Rolle der Frau in westafrikanischen oralen Erzählungen“ (BA-Arbeit)
Seminararbeiten
Tanita Engel: Abgabe im Seminar „Vom Alltagserleben zur ethnologischen Analyse von Kultur und Gesellschaft im Sahel: Die Praxis von Recherche, Theorie und Wissenschaftskommunikation“Lukas Erdmann: Ein Tag im Leben eines Kindes aus Burkina Faso
Aline Hessedenz: Ausstellungsentwurf: Griot – Mehr als nur Geschichtenerzähler
Emma Jacobs: Kolonialismus und „anti-westliche“ Ressentiments in Burkina Faso
Julien Keiluweit: Niederschläge der Sahelregion: Wasser = Leben = Alltag
Napatsawan Khaewkamnerd: Terrorismus in Burkina Faso
Fiona Kreins: Ethnischer Konflikt in Burkina Faso
Katharina Marie Mißler: Soziale Organisation in Burkina Faso am Beispiel der Mossi
Sophia Dorothee Nebelung: Die agro-pastorale Krise
Rika Schaffert: Interaktive Karte der Naturräume Burkina Faso
Natchaphon Waiso: Bildungssystem in Burkina Faso; „Mandu Yenu“: Der majestätische Thron von Bamum
Clara Tabea Witzel: Erarbeitung einer Station und Begleittext
Weitere studentische Beteiligungen am Projekt
Sophie HayDaniel Maierle
Wissenschaftliche Leitung
Nikolaus SchareikaKatina Waidele