
Schnupperstudium Februar 2026", Universität Göttingen. © Juristische Fakultät NG, FP, SK, IM
Zwei Tage Jura - Schnupperstudium 2026
Von der Schulbank in die Strafrechtsvorlesung, das geht hier in Göttingen!
Wenn sich die Schulzeit dem Ende neigt, stellt sich für viele die Frage, wie es danach weitergehen könnte.
Universitäten sind unbekannt, Vorlesungen nur ein Mythos aus Erzählungen von Eltern und Bekannten.
Aber was steckt da wirklich dahinter? Wäre das Jura Studium etwas für mich?
Am 4. und 5. Februar 2026 fand an der Universität Göttingen, organisiert durch den Fachschaftsrat Jura ein zweitägiges Schnupperstudium für Studieninteressierte statt. Dort bekamen Abiturient:innen aus der ganzen Umgebung, von Wolfenbüttel bis Kassel, einen umfassenden Einblick in den Studienalltag und die Strukturen des Jurastudiums in Göttingen.
Juristisches Arbeiten und Studienalltag
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden durch den Fachschaftsrat Jura begrüßt, welcher das studentische Leben aktiv mitgestaltet. Insbesondere die Organisation der Orientierungs-Woche zu Beginn des Studiums und darauf folgende Unterstützung während dem weiteren Studienverlauf gehören zu ihrem Aufgabenbereich.
Anschließend hieß auch unser Studiendekan, Alexander Baur, alle herzlich willkommen und stand für ein Gespräch zur Verfügung.
Anders, wie es aus der Schule und von anderen Studiengängen gewohnt ist, wird das Wissen im Jura Studium anhand von Fallbearbeitungen erlernt und abgeprüft, wobei die Fälle im sog. Gutachtenstil zu bearbeiten sind. Um einen Einblick in diese besondere juristische Arbeitsweise zu erhalten stand weiter ein Workshop hierzu auf dem Programm.
Der Alltag von Jurastudierenden besteht allerdings aus noch viel mehr. Zwischen Vorlesungen und den Bibliotheken sind es gemeinsame Mensabesuche und das Leben auf dem Campus, die das Bild erst komplett machen.
Ob Richter:in, Anwält:in oder Student:in - "Es kommt drauf an"!
Am zweiten Tag wurde die Fakultät vorgestellt. Diese besteht nicht nur aus den ca. 3.000 Studierenden und den über 25 Professor:innen, sondern wird auch durch ihre vielen weiteren Mitarbeitenden und Forschenden geprägt. Mehr als 200 junge Jurist:innen promovieren zurzeit in den verschiedensten Rechtsgebieten, unter Ihnen auch Carolin Wagemeyer. Während ihr Schwerpunkt im internationalen öffentlichen Recht liegt, stellte sie während eines Doktorandinnengesprächs die Vielfalt der Möglichkeiten dar, die einem ein Jura Studium eröffnet. Auch wenn insbesondere die breit gefächerten Berufschancen, die weit über Richter und Anwalt hinausreichen, den Reiz dieses Studiums ausmachen, bieten sich auch schon während dem Studium hinreichend Möglichkeiten. Unter simulierten Gerichtsverhandlungen, studentischen Vereinigungen und einer Vielzahl an Auslandsmöglichkeiten, egal ob als Auslandssemester oder in Form eines Praktikums, ist für jeden etwas dabei.
Wer jetzt noch denkt Jura sei trocken, saß noch nicht in einer Strafrechtsvorlesung von Uwe Murmann.
Was passiert, wenn man selber eine Straftat begeht um sich oder eine nahestehende Person zu schützen ? Über dieses moralische Dilemma konnten sich die Studieninterressierten mit Studierenden aus dem ersten Semester informieren und austasuchen. Dabei ist die Antwort doch ganz klar: "Es kommt drauf an!" Eindeutige Sachverhalte und Schubladendenken sind im Jura Studium nicht möglich. Es bedarf stets einer Betrachtung des Einzelfalls.
Die besuchte Vorlesung eröffnete den Teilnehmenden damit mehr als die Möglichkeit einen Hörsaal von innen zu sehen und echte Vorlesungsluft zu schnuppern und bildete den krönenden Abschluss des Programms.
Das Schnupperstudium bot damit insgesamt eine gelungene Mischung aus Information, Praxisnähe und persönlichem Austausch und wurde von den Teilnehmenden durchweg positiv aufgenommen.
Interesse geweckt ?
Dann schau dir Jura in Göttingen doch einmal selber an. Das geht das nächste Mal am 09. und 10. März während den Info Tagen an der Uni Göttingen.
Wir freuen uns auf euch!

Zum Abschluss die Strafrechtsvorlesung bei Uwe Murmann. © Juristische Fakultät NG, FP, SK, IM