Herzlich Willkommen


auf der Homepage des Master Arbeit in Betrieb und Gesellschaft.

Hier informieren wir über den Aufbau des Studiengangs, die am Studiengang beteiligten Personen und Institute und Beratungsmöglichkeiten FAQ .
Außerdem stellen wir Veröffentlichungen von Studierenden vor und geben einen Eindruck von unserem Masterstudiengang.

Der Masterstudiengang „Arbeit in Betrieb und Gesellschaft“ wird seit dem Wintersemester 2016/17 angeboten. In Göttingen haben Sie die Möglichkeit, aufgrund der engen Beziehungen zwischen Universität und Soziologischem Forschungsinstitut (SOFI) e.V. an einem der bedeutendsten Standorte arbeitssoziologischer Forschung zu studieren. Dank der Erweiterung des arbeitssoziologischen Lehrangebots durch interdisziplinäre Anteile anderer Disziplinen und die starke Forschungsorientierung des Studiengangs haben Sie die Möglichkeit sich aus vielfältigen Perspektiven mit Arbeit und ihren Zusammenhängen auseinanderzusetzen.


Arbeit ist ein wichtiges Moment des Alltagslebens wie der Politik: Wie wir heute arbeiten und in Zukunft arbeiten wollen, ist Gegenstand kritischer öffentlicher Debatten. Der arbeitssoziologische Masterstudiengang "Arbeit in Betrieb und Gesellschaft" nimmt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Arbeit in den Fokus – in ihren betrieblichen Bezügen sowie in ihren Wechselwirkungen mit dem gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Umfeld. Um einen weit gefassten Blick auf den Gegenstand zu ermöglichen werden soziologische Perspektiven auf Arbeit mit der Option verbunden Perspektiven angrenzender Disziplinen kennenzulernen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit in einem interdisziplinären Modulangebot zwischen den beteiligten Disziplinen zu wählen und eigene Schwerpunkte zu setzen.

Der Studiengang bietet die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Problemen und Widersprüchen unterschiedlicher Formen der betrieblichen Organisation von Arbeit vor dem Hintergrund variierender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Studierenden können lernen, verschiedene Formen der betrieblichen Organisation von Arbeit zu unterscheiden, ihre Folgen für die Beschäftigten kritisch zu bewerten und betriebliche Gestaltungsoptionen vor dem Hintergrund eines dynamischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfelds zu erörtern.

Des Weiteren können die Studierenden ihre Kenntnisse soziologischer Ansätze, insbesondere aus der Arbeitssoziologie vertiefen, beispielsweise in der Analyse der politischen Regulierung von Arbeit. Sie erhalten einen Einblick in aktuelle Forschungsfelder, beispielsweise zur politischen Regulierung von Arbeitsverhältnissen und werden in die Lage versetzt Vor- und Nachteile verschiedener Formen der politischen Regulierung von Arbeit kritisch zu hinterfragen und zu beurteilen.

Zusätzlich können die Studierenden sich mit Theorien zur Geschichte von Arbeit und Kapital auseinandersetzen, die mit kapitalistischer Entwicklung einhergehenden Prozesse, sozialstrukturellen Transformationen und gesellschaftlichen Konfliktkonstellationen.

Es können vertiefte Kenntnisse zur sozialhistorischen und historisch-soziologischen Erforschung neuzeitlicher Arbeitsverhältnisse aus globaler Perspektive erlangt werden. Die Studierenden werden in die Lage versetzt verschiedene historische Formen abhängiger Erwerbsarbeit zu unterscheiden, sowie das sich wandelnde Wechselverhältnis zwischen diesen Formen zu erläutern und somit aktuelle Debatten dazu kritisch hinterfragen und bewerten zu können.

Zuletzt bietet der Studiengang die Möglichkeit Wissen im Bereich der gesetzlichen Regulierung von Arbeit anzueignen. Um eine noch umfassendere Vorstellung der Inhalte des Studiums zu bekommen, empfehlen wir Ihnen einen Blick in das Modulverzeichnis zu werfen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: master.arbeit@sowi.uni-goettingen.de


Der Studiengang lebt nicht zuletzt von der Diversität der Studierenden, die unterschiedliche Vorkenntnisse und Erfahrungen mitbringen, aber ein starkes Interesse an der theoretischen und empirischen Erforschung der Arbeitswelt miteinander teilen. Dies prägt lebendige Diskussionen und regt zu Perspektivwechseln an.

  • Arbeitskämpfe im Dienstleistungsbereich
  • Prekarisierung/Informalisierung von Beschäftigungsverhältnissen
  • Arbeit in der Klassengesellschaft
  • Digitale Transformation der Arbeit
  • Reorganisation, Rationalisierung und ihre Auswirkungen
  • Leistung und Belastung im Arbeitskontext
  • Verhältnisse von Arbeit und Subjekt
  • Die Verbindung von Arbeit und Migration und ihre Implikationen

  • Wie wird Arbeit organisiert und wie verändert sich der Umgang mit Arbeitskraft in Unternehmen?
  • Wie wird Arbeit politisch und rechtlich reguliert – welche Rolle spielen etwa Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik oder arbeitsrechtliche Veränderungen für die Gestaltung von Arbeitsorganisation oder Erwerbsverläufen?
  • Welchen Einfluss hat die gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen Geschlechtern, Generationen und sozioökonomischen Gruppen darauf, wie gearbeitet und gelebt wird – und welche Wandlungsprozesse finden hier statt?
  • Welche Konflikte entzünden sich an Arbeit - und welche Interessen vertreten Arbeitende und Management, Unternehmerverbände und Gewerkschaften?
  • Wie hat sich die Arbeitswelt in Deutschland, in Europa und anderen Weltregionen verändert – und was hat dies mit der Transnationalisierung von Unternehmen, mit Migration oder mit (welt-)wirtschaftlichen Konjunkturen zu tun?
  • Wie entwickelt man transnationale Perspektiven auf Arbeit?
  • Wie könnte die Arbeitswelt der Zukunft aussehen – und welche theoretischen Konzepte und empirischen Befunde befähigen zur (Um)Gestaltung von Arbeit in Betrieb und Gesellschaft?