Farnhang

Hinter den großen Koniferen, zwischen dem Bächlein und dem Stadtwall, liegt das Farnstück. Seit seiner Anlage vor hundert Jahren hat sich hier im Halbschatten des Stadtwalls aus dem Falllaub der Bäume dunkler, „schattengarer“ Waldhumus gebildet, in dem die Farne und andere Waldpflanzen prächtig gedeihen: Großzügige Pflanzungen der wichtigsten Waldfarne Europas, Asiens und Nordamerikas finden sich hier ebenso wie alte, kuriose Gartenformen, die teilweise seit dem Neunzehnten Jahrhundert bekannt sind und uns Einblicke in die faszinierenden Formen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Vermehrung bei Farnen gewähren.


Farnhang_Polysticum_setiferum_Plumosum_Densum



Wie an anderen Stellen des Gartens, durften auch hier Buschwindröschen, Lerchensporn, Aronstab und andere Vertreter der Göttinger Waldflora zwischen den Farnen seit Jahrzehnten verwildern.
Stilvolle Begleiter der Farne sind schöne Schattenstauden wie Hosta, Epimedium, Bergenien, Waldseggen und einige Bambus-Arten.

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Unser Gartenkustos Dr. Michael Schwerdtfeger hat einen interessanten Vortrag über das Liebesleben der Farne auf Youtube eingestellt:

In der ersten halben Stunde geht es um den klausurrelevanten Generationswechsel der Farne und die Farne im Freiland, dann geht es auch ins Farnhaus, auch da gibt es für die Studenten Hinweise auf klausurelevante Eigenschaften.
(PS.:Die im Video gezeigten Vogelspinnen laufen nicht frei im Farnhaus herum.)