Institut für Völkerrecht und Europarecht

Institut für Völkerrecht und Europarecht


Studie über extraterritoriale Sanktionen für das Europäische Parlament
22.03.2021
Wirtschaftssanktionen sind ein fester Bestandteil der Außenpolitik und zeigen in Einzelfällen durchaus Wirkung. Ihre Ausdehnung auf unbeteiligte Unternehmen und Drittstaaten bzw. die EU oder ihre Mitgliedstaaten ist schädlich und rechtlich höchst problematisch. Für den Handelsausschuss des Europäischen Parlaments zeigen Prof. Stoll, Prof. Blockmans (Leiden/Brüssel), Dr. Hagemejer (Warschau) und Prof. Maurer (Innsbruck) auf, wie sich die EU dagegen schützen kann. Titel der Studie ist "Extraterritorial sanctions on trade and investments and European responses". Sie kann hier heruntergeladen werden.

Starker Göttinger Auftritt bei den National Rounds der Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition 2021

Jessup Team 2021 Einmal jährlich treffen sich Jura-Studenten aus ganz Deutschland, um beim Philip C. Jessup Moot Court einen fiktiven Fall vor dem IGH zu verhandeln. Bei den zum ersten Mal digitalen German National Rounds 2021, welche die Universität Nürnberg-Erlangen veranstaltete, zeigte das Göttinger Team einen ganz starken Auftritt. Nachdem das Team in der Vorrunde gegen die Teams von Vorjahressieger Bucerius Law School, München, Kiel und Nürnberg-Erlangen antrat, erreichte es souverän die Hauptrunde. Dort konnte man zunächst noch die Freie Universität Berlin eliminieren, bevor in einem hochklassigen Halbfinale das spätere Siegerteam von der Hertie School of Governance aus Berlin knapp die Überhand behielt. Die Enttäuschung über die Niederlage wich jedoch schnell großer Freude: Die Göttinger Auswahl konnte einen dritten Platz in der Endwertung erkämpfen. Ferner wurde Michel Schütt zum zweitbesten Redner des Turniers nach herausragenden Leistungen in der Vorrunde gekürt. Die Basis für das gute Abschneiden war bereits mit den Schriftsätzen im November und Dezember 2020 gelegt worden. Am Ende stand das beste Ergebnis eines Göttinger Teams aller Zeiten bei den National Rounds fest. Das Göttinger Tageblatt hat einen Artikel zum Erfolg des Teams veröffentlicht. Nach den National Rounds stehen nun bereits ab dem 9. März die Weltmeisterschaften an. Im diesjährigen digitalen Format werden über 600 Universitäten aus aller Welt teilnehmen. Das Göttinger Team blickt diesen bereits optimistisch entgegen und hofft dort an die jüngsten Erfolge anknüpfen zu können, sowie in die internationalen K.O.-Runden einziehen zu können.

Ganz unter dem Schein der Covid-19 Pandemie drehte der Sachverhalt sich in diesem Jahr unter anderem um die Rechtmäßigkeit von Einreisebeschränkungen und daraus resultierenden staatlichen Entschädigungsansprüche. Zudem ging es um Asylrechte für Whistleblower, Fragen der Zulässigkeit von Klagen und Zuständigkeit des IGH im Lichte des „Connally-Vorbehalts“ und einen undurchsichtigen Flugzeugabschuss im Rahmen des staatlichen Selbstverteidigungsrechts gegen Terroristen. Dieser fiktive Streit wird von den Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag adressiert.

Seit Juli 2020 bereitete sich das Göttinger Team um Isabel Kaiser, Till Koch, Julius Nippert und Michel Schütt ganz im Rahmen der Corona-Vorschriften auf den Wettbewerb vor. Als Coaches dienten die ehemaligen Teilnehmer Jakob Wagner-Douglas und Nils Schlüter.

Das Team dankt allen Mitarbeiter*innen des Instituts für Völker- und Europarecht, die jederzeit mit Rat und Tat zur Stelle waren.



Seminarankündigungen

Lehrstuhl Paulus:
Im Sommersemester 2021 veranstalten BVR Prof. Dr. Andreas L. Paulus und Professor Russell Miller (J.B. Stombock Professor of Law at the Washington and Lee University School of Law in Virginia, U.S.A) ein gemeinsames Blockseminar zum Thema ,,Von Trump zu Biden: Völkerrechtliche, verfassungs-rechtliche und rechtsvergleichende Perspektiven auf den Regierungs-wechsel in den USA" / "From Trump To Biden: The Transfer of Power from the perspective of international law, constitutional law and comparative law". Eine Seminarvorbesprechung wird via Zoom am 8. Februar 2021 um 14 Uhr s.t. und 30. April 2021 um 14 Uhr s.t. stattfinden (Zoom Link wird bei Email-Anmeldung angegeben).
Weitere Informationen finden sich in der Seminarankündungung.

Lehrstuhl Stoll:
Der Lehrstuhl für internationales Wirtschafts- und Umweltrecht von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll bietet fortgeschrittenen Studierenden im Sommersemester 2021 ein Seminar zum Thema "EU Trade and Investment for Sustainable Development" an. Untersucht werden aktuelle Handels- und Investitionsabkommen sowie handelspolitische Initiativen der EU und ihre Wirkung hinsichtlich einer globalen nachhaltigen Entwicklung. Vorbesprechungen finden am 2. Februar und 7. April online jeweils um 18:00 statt. Teilnehmende erhalten den Sprachschein. Weitere Informationen zum Seminar und zur Bewerbung finden Sie hier.



GoJIl Student Essay Competition

The Goettingen Journal of International Law (www.gojil.eu) seeks contributions on the topic

International Law in Times of a Pandemic (Deadline: 1st August 2021).

Over two million deaths are currently attributed to the COVID-19 pandemic. As vaccines become available, an end to the crisis seems in sight. However, not all countries are able to access vaccines easily for the benefit of their populations. Moreover, the emergence of coronavirus mutations and, by extension, the danger of increasing infection rates are matters of ongoing concern.
The pandemic continues, thus, to be omnipresent in our lives and gives rise to a number of legal questions, including in international law. GoJIL is seeking student contributions that explore such questions from novel and interesting perspectives.
For further information, please see here.

Emeritus des Instituts für Völker- und Europarecht Rauschning feiert 90. Geburtstag

Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Dietrich Rauschning war von 1970 bis 1999 Lehrstuhlinhaber für allgemeines Völkerrecht und Direktor des damaligen Instituts für Völkerrecht. In dieser Zeit und darüber hinaus hat er die Völkerrechtslehre in Göttingen geprägt. Darüber hinaus war er nach der Wiedervereinigung Gründungsdekan der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Richter der Menschenrechtskammer für Bosnien und Herzegowina. Er wurde von den Universitäten in Kaliningrad und Halle-Wittenberg mit einem Ehrendoktor geehrt. Prof. Rauschning blieb auch nach seiner Emeritierung aktiv und engagierte sich besonders für den Austausch mit der Universität Kaliningrad. Das Institut dankt ihm für seine fortbestehende Verbundenheit und gratuliert ihm herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Das Göttinger Tageblatt hat anlässlich seines Geburtstages einen Artikel über den Werdegang von Prof. Dr. Rauschning veröffentlicht.

Aktueller Zugang zur Bibliothek

Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist unsere Bibliothek seit dem 16.12.2020 bis auf weiteres zur Benutzung geschlossen.

Sollten Sie Literatur oder bibliothekarische Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte jederzeit unter anoethe@gwdg.de oder bibliothek@jura.uni-goettingen.de mit Ihrer Bibliotheksnummer (0007...) und der Signatur + dem Titel des von Ihnen gewünschten Buches.
Gerne können Sie uns telefonisch von 9.00 bis 16.00 Uhr unter 0551 39 24 660 kontaktieren.

Für Bücher aus der Völkerrechts-/Landwirtschaftsrechtbibliothek gilt:
Die Sonderausleihen sind bis zu Wiedereröffnung der Bibliothek verlängert.

Bleiben Sie gesund!
Die Mitarbeiter*innen der Bibliothek

Ehemaliger Göttinger Professor Georg Nolte wird Richter am IGH

Prof. Dr. Georg Nolte wurde am Donnerstag, dem 12.11.20 von Generalversammlung der Vereinten Nationen und dem Sicherheitsrat zum Richter am Inter­na­tio­nalen Gerichtshof (IGH) gewählt. Seine Amtszeit wird 9 Jahre betragen. Prof. Nolte hatte von Oktober 1999 bis Dezember 2004 die Professur für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Göttingen inne. Das Institut für Völker- und Europarecht und die Universität Göttingen gratulieren ihm sehr herzlich.
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Aktuelle Entwicklungen an der Universität aufgrund der Corona-Epidemie

Informationen zu aktuellen Entwicklungen an der Universität Göttingen aufgrund der Corona-Epidemie finden Sie auf der Website der Universität.

Tätigkeitsbericht des Instituts für Völkerrecht und Europarecht 2017 und 2018

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.