Institut für Völkerrecht und Europarecht

Institut für Völkerrecht und Europarecht


Seminarankündigungen

Der Lehrstuhl für internationales Wirtschafts- und Umweltrecht von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll bietet im Wintersemester 2020/21 zwei Seminare an. Das Seminar "European Union Sustainable Development: from Concept to Acion" untersucht die rechtliche Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips durch die EU. Weitere Informationen finden Sie hier. Das Seminar "Die christliche Seefahrt - theologische und juristische Perspektiven" wird in Kooperation mit Prof. Kaufmann, Lehrstuhl für Kirchengeschichte der theologischen Fakultät, angeboten. Im Seminar werden die überraschend vielfältigen Bezüge und Verbindungslinien von Theologie und Rechtswissenschaft am Thema der Seefahrt untersucht. Weitere Informationen finden Sie hier.

Seminarankündigung

Im Wintersemester 2020/21 veranstalten BVR Prof. Dr. Andreas L. Paulus und Dr. Till Patrik Holterhus, MLE., LL.M. (Yale) ein Seminar zum Thema: „Erosion internationaler Gerichtsbarkeit(?)“.

Eine Seminarvorbesprechung wird via Zoom (https://uni-goettingen.zoom.us/j/91820754850?pwd=YzJMbHF2NjJ5N2tmMlplV2tLTm84dz09) am Freitag, den 17. Juli 2020 um 15:30 Uhr und am Freitag, den 6. November 2020, um 14 Uhr stattfinden. Die Themenausgabe erfolgt nach Vereinbarung
Seminarvorträge, Diskussion und Prüfungen werden als Blockveranstaltung am Freitag (und u.U. Samstag), 29./30. Januar 2021 stattfinden.

Weitere Informationen finden sich in der Seminarankündigung.

Aktuelle Entwicklungen an der Universität aufgrund der Corona-Epidemie

Informationen zu aktuellen Entwicklungen an der Universität Göttingen aufgrund der Corona-Epidemie finden Sie auf der Website der Universität.

Starkes Göttinger Heimspiel beim Jessup Moot Court

Bei der Anfang März 2020 zum ersten Mal seit 2008 wieder in Göttingen stattfindenden deutschen Auswahlrunde des Philip C. Jessup International Law Moot Court-Wettbewerbs – dem seit 1960 bestehenden und inzwischen von rund 700 Universitäten in knapp 100 Staaten ausgetragenen weltgrößten Völkerrechtswettbewerb – legte das Göttinger Team einen starken Auftritt hin. Als zweitbestes Team der Vorrunde gelang den Göttinger Juristen der Einzug ins Viertelfinale dieses globalen Völkerrechtswettbewerbs, dessen deutschlandweiter Entscheid dieses Jahr vom hiesigen Institut für Völkerrecht und Europarecht ausgerichtet wurde. Nach einer äußerst knappen Entscheidung musste sich das Göttinger Team zwar dem späteren Finalisten und Vorjahressieger von der Berliner Hertie School geschlagen geben. Allerdings gelang es dem Göttinger Jakob Wagner-Douglas, als zweitbester Redner des Turniers mit dem Best Oralist Runner-Up Award ausgezeichnet zu werden. Darüber hinaus konnte jedes unserer Teammitglieder während der Plädoyers exzellente Einzelwertungen erzielen.

Themen des aktuellen Durchgangs waren die völkerrechtliche Rechtmäßigkeit eines autonomen Waffensystems sowie der Verhaftung einer amtierenden Außenministerin, die Staatensukzession in völkerrechtliche Verträge und die Streitfrage, inwieweit sich die Erhebung von Zöllen im Welthandelsrechtssystem durch Verweis auf die nationale Sicherheit rechtfertigen lässt. Adressiert werden die Thematiken des Jessup Moot Courts stets im Rahmen eines fiktiven Streitfalls zwischen zwei Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Seit dem Sommer letzten Jahres hatten sich die Göttinger Studierenden Elena Ben Salem, Ronja Böhme, Elric Erichsmeier, Jesko Gerken und Jakob-Wagner-Douglas als Teilnehmer und Caroline Lichuma und Timo Albrecht als Coaches intensiv mit den Problemen des Falls auseinandergesetzt. Dies erfolgte zunächst durch das Ausarbeiten von Schriftsätzen und abschließend mit einer intensiven rhetorischen Vorbereitung auf die nun in Göttingen gehaltenen Plädoyers.

Die Richterbank war prominent besetzt, unter anderem nahmen die österreichische Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Gabriele Kucsko-Stadlmayer und der dortige britische Richter Tim Eicke teil. Den beiden Göttinger National Administrators Konstantin Gast und Nils Schlüter mitsamt ihrem Team gebührt ebenfalls große Anerkennung für die reibungslose Ausrichtung dieser „National Rounds“, an denen 17 Hochschul-Teams aus ganz Deutschland teilnahmen. Verdienter Sieger des Finales in der Paulinerkirche wurde die Bucerius Law School. Dass die Finalrunde in Washington D.C. wegen der Corona-Epidemie ausfallen musste, ändert nichts an der grandiosen Leistung.

Jessup 2020 Team
Tätigkeitsbericht des Instituts für Völkerrecht und Europarecht 2017 und 2018

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.


Ehemalige Göttinger Professorin Anja Seibert-Fohr wird die neue Deutsche Richterin am EGMR

Prof. Dr. Anja Seibert-Fohr erhielt am Donnerstag bei der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats 82 von 128 gültigen Stimmen für das Richteramt am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Ihre Amtszeit wird 9 Jahre betragen und am 01. Januar 2020 beginnen. Prof. Seibert-Fohr wird Prof. Angelika Nußberger als die deutsche Stimme am EGMR ablösen.


Seibert-Fohr