Juristische Fakultät

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Dr. Patrick Abel erhält Studienpreis (2. Platz) der Körberstiftung für seine Dissertation

Patrick Abel

(pug) Der Rechtswissenschaftler Dr. Patrick Abel erhält einen Studienpreis der Körber Stiftung. Für seine Dissertation „Internationale Investorenpflichten – Die Evolution einer internationalen Investorenverantwortlichkeit für gemeinschädliches Verhalten im Völkerrecht“ wurde er mit dem zweiten Preis in der Sektion Geistes- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet. Abel wurde an der Universität Göttingen im Fach Rechtswissenschaften promoviert. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
In seiner Arbeit beschäftigt sich Abel mit dem internationalen Investitionsschutzrecht. Dieses Recht steht seit Jahren in der Kritik. Der Vorwurf lautet, dass es grenzüberschreitend tätigen Unternehmen einseitig internationale Sonderrechte einräume. Diese würden Staaten weitgehend darin beschränken, unternehmerische Tätigkeit zugunsten des Allgemeinwohls zu regulieren. Diese Sichtweise stellt Abel in Frage. Er zeigt auf, dass im Investitionsschutzrecht zunehmend Investorenrechte mit völkerrechtlichen Investorenpflichten einhergehen, etwa zum Schutz von Menschenrechten, Arbeitsstandards, der Umwelt und der Rechtsstaatlichkeit. Laut Abel hat das Investitionsschutzrecht damit sogar das Potenzial, innovativ und konstruktiv Antworten auf Verantwortungslücken zu bieten, die durch globalisierte Wirtschaftstätigkeit entstehen können. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll vom Institut für Völkerrecht und Europarecht betreut.

Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller Fachrichtungen für exzellente Dissertationen von besonderer gesell-chaftlicher Bedeutung aus. Informationen zum Studienpreis sind im Internet unter https://koerber-stiftung.de/projekte/deutscher-studienpreis/preistraeger-innen-2022/ zu finden.


Gerrit Hamanns Dissertation zum Juristen und Kriegsverbrecher Max Merten in der Süddeutschen Zeitung besprochen

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Selten finden juristische Doktorarbeiten auch in der breiten Öffentlichkeit Anerkennung. Eine erfreuliche Ausnahme bildet die in der SZ ausführlich gewürdigte Göttinger Dissertation von Dr. Gerrit Hamann über den Juristen und NS-Kriegsverbrecher Max Merten. In der von Prof. Dr. Eva Schumann betreuten rechtshistorischen Arbeit zeichnet Hamann den Werdegang des Einserjuristen Merten nach und legt den Fokus auf dessen mörderisches Kriegswirken in Griechenland, seine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Nachkriegskarriere u.a. im Staatsdienst der frühen Bundesrepublik sowie die befremdliche Protegierung des NS-Kriegsverbrechers durch oberste bundesrepublikanische Stellen. Mit seinem Werdegang wirft Merten als „Jurist ohne Gewissen“ (SZ) Grundsatzfragen nicht nur nach der Rolle von Juristen im „Dritten Reich“, sondern auch nach der Aufarbeitung des NS-Unrechts in der Bonner Republik sowie nach der Verantwortung der juristischen Profession insgesamt auf. Mehr hierzu in der Rezension der SZ sowie im Buch von Gerrit Hamann.

Zur Rezension der SZ

Zum Buch von Gerrit Harmann im V&R Verlag


Prof. Dr. Murad Erdemir neuer Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR)

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Prof. Dr. Murad Erdemir, Honorarprofessur an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, wird zum Jahreswechsel 2022/23 neuer Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (Medienanstalt Hessen). Er wurde von der Vollversammlung gewählt. Herr Erdemir ist der Fakultät seit 2013 als Honorarprofessor verbunden. Davor brachte er schon mehrere Jahre seine Kompetenzen als Lehrbeauftragter ein. Er ist insbesondere im Jugendschutz- und Jugendmedienrecht als wissenschaftlicher Experte ausgewiesen.



Prof. Dr. Murad Erdemir
Bericht der Süddeutschen Zeitung

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