Juristische Fakultät

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„Projekt ‚Fehlurteil und Wiederaufnahme‘: Das Unternehmen Unschuld“

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Unter diesem Titel hat Honorarprof. Stefan König in der „Zeit“ vom 24.11.22 (Projekt "Fehlurteil und Wiederaufnahme": Das Unternehmen Unschuld | ZEIT ONLINE) über das Problem von Justizirrtum und Fehlurteil geschrieben. Er stellt dort auch die Entwicklung in den USA bei dieser Problematik und ihrer Diskussion dar, insbesondere „Innocence Project“, gegründet 1992 von zwei Strafverteidigern aus New York und inzwischen an vielen Stellen in den USA und anderswo aktiv. Diese erfolgreiche Initiative, die vielen zu Unrecht zu Haftstrafen Verurteilten geholfen hat, die Freiheit wiederzuerlangen, hat nun auch in Deutschland eine Entsprechung gefunden, die von König wesentlich mitinitiiert wurde und an der mehrere Universitäten – neben der Uni Göttingen - sich beteiligen.
Im Rahmen der am Lehrstuhl Ambos angebundenen „Law Clinic StPO“ können sich seit WiSe 2021/22 auch Göttinger Studierende beim Projekt "Fehlurteil und Wiederaufnahme" - Georg-August-Universität Göttingen (uni-goettingen.de) engagieren und einen Beitrag dazu leisten, gemeinsam mit erfahrenen StrafverteidigerInnen die Erfolgsaussichten eines Vorgehens gegen rechtskräftige Fehlurteile zu prüfen und unter Umständen ein Wiederaufnahmeverfahren einzuleiten (Fehlurteil und Wiederaufnahme).


Workshop: „Raritäten und Relikte: Kollisionsregeln in bilateralen Staatsverträgen und das EU-IPR“

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Im von Herrn Prof. Dr. Reuß veranstalteten Workshop IPR und Rechtsvergleichung in diesem Semester wird Frau Professorin Dr. Caroline Sophie Rupp, MPhil. (Cantab.) zu dem Thema „Raritäten und Relikte: Kollisionsregeln in bilateralen Staatsverträgen und das EU-IPR“ referieren.

Die in bilateralen Staatsverträgen zwischen Mitglied- und Drittstaaten enthaltenen Anknüpfungsregeln stellen Ausnahmen vom universell anwendbaren EU-Kollisionsrecht dar. Die Anwendung der inhaltlich oft überholten völkerrechtlichen Normen stellt jedoch gerade im Zusammenspiel mit dem europäischen IPR zunehmend vor Schwierigkeiten, vor allem im Internationalen Familien- und Erbrecht. In naher Zukunft ist jedoch weder eine vollständige Abschaffung noch eine grundlegende Reform der bilateral-staatsvertraglichen Kollisionsregeln zu erwarten. Mitgliedstaaten und EU stehen daher vor der Aufgabe, ein sinnvolles Gesamtkonzept für die Integration der bilateralen Staatsverträge in ihr heutiges und künftiges kollisionsrechtliches Umfeld zu entwerfen.

Der Workshop findet am Mittwoch, den 8. Februar um 17:00 Uhr statt. Nähere Informationen wie die Zugangsdaten und den Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte unserer Website.


Recht im Unrecht – Zeitgeschichte des Recht in Diktatur und Demokratie

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Die Juristische Fakultät setzt im kommenden Semester einen besonderen Akzent in der Lehre: Eine neue Vorlesung unter Beteiligung von 10 Kolleginnen und Kollegen (Hochschullehrer/innen und Early Carreers) zur Juristischen Zeitgeschichte – konzentriert auf das NS-Unrecht und den Umgang damit in der frühen Bundesrepublik sowie die Rolle des Rechts in der DDR.
Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen teilt die Überzeugung des Bundesgesetzgebers, dass alle Juristinnen und Juristen diese Fragen im Studium intensiv behandeln müssen. Schon seit langem pflegen wir in den grundständigen Vorlesungen, gerade in den ersten Semestern, die „Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Unrecht und dem Unrecht der SED-Diktatur“ (§ 5a Abs. 2 S. 3 DRiG). Nun kommt eine vertiefende Vorlesung hinzu, die die besondere Stärke der Göttinger Fakultät in der Grundlagenforschung zur Geltung bringt.
Die Veranstaltung ist natürlich offen für Hörerinnen und Hörer anderer Fächer. Sie findet im Wintersemester jeden Mittwoch um 16 Uhr c.t. im Auditorium (Aud 11) statt.

Veranstaltungsnummer auf eCampus 431789.

Veranstaltungsprogramm

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