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Erziehung, Bildung und Ungleichheit (M.A.)

Der bisherige Studiengang Erziehungswissenschaften (M.A.) wurde als Master-Studiengang Erziehung, Bildung und Ungleichheit (M.A.) völlig neu konzipiert. Die Informationen auf den nachfolgenden Webseiten sind noch im Aufbau und werden in Kürze vollständig zur Verfügung stehen.

Steckbrief

Woher kommt eigentlich unser Wissen und Denken über Unterschiede? Wie werden aus Unterschieden Ungleichheiten? War das schon immer so? Woher nehmen Klassifikationen und Unterscheidungen ihre Legitimität? Welche Rolle spielen dabei Erziehung und Bildung? Und das Erziehungs-und Bildungssystem? (Wie) Könnte man daran etwas ändern? Sie interessieren sich für solche Fragen? Dann interessieren wir uns für Sie!

Unser Masterstudiengang Erziehung, Bildung, (Un-)Gleichheit bietet Ihnen viele Möglichkeiten, den Strukturen, Dynamiken, Mechanismen und Folgen der Entstehung und Verfestigung von Differenz-, Macht- und Ungleichheitsverhältnissen im Kontext von Erziehung und Bildung auf die Spur zu kommen. Wir qualifizieren unsere Absolvent:innen für (Führungs-)Positionen im Bildungssystem sowie in Kultur, Wissenschaft und (Bildungs-)Politik, die Sensibilität und Kompetenz für die Entstehung und das Zusammenspiel von Diskriminierungs- und Privilegierungsmechanismen voraussetzen.

Name des Studienfachs:
Erziehung, Bildung und Ungleichheit
Abschluss:
Master of Arts (M.A.)
Optionen:
Vollzeitstudium oder Teilzeitstudium
Unterrichtssprache:
Deutsch
Regelstudienzeit:
4 Semester, bis zu sieben Semester im Teilzeitstudium
Studienbeginn:
Winter- und Sommersemester
Zulassung:
Zulassungsbeschränkt (Bewerbung bei der Fakultät)

Lernen Sie uns kennen

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Inhalte

forschend
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns zu forschen – und zwar von Anfang an. Die konkrete Auseinandersetzung mit empirischen Daten aus der facettenreichen Praxis von Anti-Diskriminierungsarbeit spielt in unseren Lehrkonzepten eine wichtige Rolle. Dabei vermitteln wir, was wir wissen, aber auch, wonach es sich weiter zu fragen und zu forschen lohnt. In unseren Forschungspraktika erhalten Sie die Möglichkeit, in laufenden Projekten mitzudiskutieren, mitzudenken, Ihrer eigenen Neugierde nachzugehen und die Praxis von Forschung als solche zu erkunden. Forschungs- und Praxisorientierung sind dabei für uns keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille: Wir involvieren uns in die Phänomene von (Un-)Gleichheiten, stellen (in) Frage(n) und haben Freude am Entdecken, kritischem Befragen und Weiterdenken. Wir lassen uns überraschen und irritieren. Und wir denken, dass dies auch ganz praktisch fruchtbar ist für eine diversitätssensible und diskriminierungskritische pädagogische Arbeit.

praktisch
Bei uns haben Sie die Möglichkeit sich in praktische Projekte zu involvieren – vor Ort und anderswo. Dabei begleiten wir Sie in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner:innen. So erwerben Sie praktisches Know-How und erfahren konkret, wie Projekte für Vielfalt und Anti-Diskriminierungs-Programme im (pädagogischen) Alltag umgesetzt werden und welche Herausforderungen damit verbunden sind – nicht zuletzt auch für Sie selbst. Darüber hinaus werden Sie in unseren Lehrveranstaltungen an vielen Stellen auf praktische Projekte stoßen, etwa wenn wir Expert:innen in unsere Seminare einladen, Dokumentationen von Projekten analysieren oder konkrete Methoden, Ansätze und Trainings(-bausteine) untersuchen etc.

gut
Wir bieten Ihnen ein Studium auf höchstem fachlichem Niveau, mit innovativen Lehransätzen und intensiven Kontakten sowohl zu uns Wissenschaftler:innen an Institut und Fakultät als auch zu einem Netzwerk von Kolleg:innen aus Praxis und Forschung, das über den Standort Göttingen/Deutschland hinausreicht. Die Wege bei uns sind kurz, die Strukturen flexibel und unsere inhaltlichen wie organisatorischen Möglichkeiten, Sie bei der Verfolgung Ihrer Interessen und Ziele zu unterstützen, vielfältig.
In den unterschiedlichen Lehr-und Lernformaten des Studiengangs erwerben Sie ein attraktives Qualifikationsprofil, das wissenschaftliche Expertise mit praktischem Know-How vereint. Damit bieten wir Ihnen ein fundiertes Professionalisierungsangebot, das auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragte Kompetenzen und Skills ernst nimmt und gehaltvoll abbildet.

Kritisch
Das Anliegen, Ungleichheitsverhältnisse – und pädagogische Antworten darauf – in ihrer Eigendynamik und Komplexität zu verstehen, bildet den Kern des Studiengangs. Ein kritischer Blick auf Ungleichheitsverhältnisse wird dabei ebenso geschult wie ein kritischer Blick auf die Kritik an den Verhältnissen. Wir fragen nach Diskriminierungs- und Privilegierungsmechanismen in der Erziehungs- und Bildungspraxis und loten Potentiale für Veränderungsmöglichkeiten aus, analysieren pädagogische Praktiken, Strukturen und Institutionen und stellen dabei auch unbequeme Fragen. Wir schaffen Räume für eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten, die immer auch das Befragen eigener Verstrickungen darin mit sich bringen kann.

Analytisch
Unser Studiengang ermöglicht es Ihnen, sich forschungspraktisch wie -methodisch breit zu qualifizieren und auszuprobieren. An Gegenständen, die Sie interessieren, lernen Sie, Problemlagen, Konflikte, Diskurse und Verwicklungen rund um das Thema Ungleichheit wissenschaftlich fundiert und methodisch kompetent zu analysieren. Dabei beziehen wir systematisch alle Ebenen und deren Zusammenspiel mit ein – von der konkreten Praxis bis hin zur Systemebene. In Kooperation mit unserem Institut für Methoden und methodologische Grundlagen der Sozialwissenschaften stellen wir Ihnen ein vielfältiges Spektrum an Möglichkeiten zur Wahl, unterschiedliche forschungsmethodische Ansätze kennen zu lernen und zu erproben. Das Angebot reicht von dekonstruktiven, rekonstruktiven oder inhaltsanalytischen bis hin zu evaluativen und statistischen Perspektiven, mit Hilfe derer Sie Konzepte, Programme und spezifische Qualitäten von Praxis sowohl analytisch verstehen als auch kritisch bewerten können.

Reflexiv
Sich reflexiv auf Erziehung, Bildung und Ungleichheit zu beziehen, bedeutet nicht zuletzt, Implikationen und Effekte des (eigenen) gestalterischen und/oder pädagogischen Handelns wahrzunehmen und in weitere Überlegungen einzubeziehen. Wir qualifizieren Sie dafür, Erziehungs- und Bildungsprozesse, Erziehungs- und Bildungsinstitutionen sowie dem Erziehungs- und Bildungssystem den Spiegel vorzuhalten, ohne dabei die eigenen Verwicklungen aus den Augen zu verlieren. Entsprechend bezieht sich „reflexiv“ für uns nicht nur auf die Reflexion des im Außen Beobachtbaren, sondern auch auf die Ausbildung einer auf Sie selbst bezogenen Reflexivität, die Ihnen hilft, sowohl Strukturen und deren Effekte als auch die eigenen Überlegungen und das eigene Handeln mit anderen Augen zu sehen und den je eigenen Beitrag zur (Re-)Produktion sozialer Differenzen zu erkennen.

Kompetent
Bei uns erwerben Sie starke Skills. Der Studiengang vermittelt Ihnen nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Fachwissen sowie anwendungsbezogene und praktische Fähig- und Fertigkeiten, sondern zugleich gefragte Forschungs- und Analysekompetenzen. Im Rahmen Ihrer Praktika werden Sie zudem nachweisen, dass Sie eigene Projekte planen, umsetzen und (selbst-)kritisch reflektieren können.

Wirksam
Unsere Absolvent:innen haben einen starken Impact. Haben Sie den Wunsch, an gesellschaftlichen Schaltstellen wirksam zu werden und diese (mit) zu verändern? Suchen Sie eine sinnstiftende Tätigkeit, die darauf ausgelegt ist, die Herausbildung inklusiver Kulturen zu befördern und mehr Bewusstsein für Diskriminierungs- und Privilegierungs- sowie Inklusions- und Exklusionsdynamiken zu kreieren? Dann sind Sie bei uns genau richtig: Unser Studiengang qualifiziert Sie dafür, Entwicklungs- und Transformationsprozesse auf allen Systemebenen kompetent und situationssensibel zu planen, zu initiieren, zu gestalten und zu begleiten.

Attraktiv
Unser Master “Erziehung, Bildung, (Un-)Gleichheit” bietet starke berufliche Aussichten. Unsere Absolvent:innen finden attraktive und sinnstiftende Arbeitsplätze und Positionen im Erziehungs- und Bildungs-, Politik- und Wissenschaftssektor – auf nationaler, wie internationaler Ebene. Der Studiengang qualifiziert Sie nicht nur inhaltlich, sondern auch formal für konzeptionell verantwortliche und leitende Tätigkeiten an relevanten Schnittstellen – auf Gehaltsstufe TVL-E 13 als Einstiegsgehalt. Unter anderem qualifizieren wir Sie für:

  • Positionen mit Leitungsaufgaben in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen (alle Schulstufen und Schulformen, Institutionen der Sozialen Arbeit, Ganztagsschule, Jugendamt, Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren, Volkshochschulen, Fachhochschulen, Hochschulen, Universitäten) die mit der Bearbeitung von Diskriminierungsfragen und den Möglichkeiten (pädagogisch) auf sie zu reagieren betraut sind.
  • Positionen in (internationaler) Politik und öffentlicher Verwaltungssteuerung, die Sensibilität und Kompetenz für das Zusammenspiel von Diskriminierungsmechanismen und entsprechende Forschungskompetenzen (z.B. für Bedarfsanalysen) voraussetzen.
  • Positionen im Kontext erziehungswissenschaftlicher Forschung in universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Richtig
Als grüne, lebendige, politische und explizit um Diversität und Nachhaltigkeit bemühte Stadt mit breitem Kulturangebot für Studierende bietet Ihnen Göttingen nicht nur ein hohes Maß an Lebensqualität, sondern auch vielfältige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und selbst aktiv zu werden. Von größeren Kulturevents, wie den Händel-Festspielen, dem Literaturherbst, dem Jazz- und Kneipenfestival oder den Nächten des Wissens und der Kultur, über die vielfältigen Sportangebote im sehr gut aufgestellten Hochschulsport bis hin zur lebendigen Club- und Musik-, Theater- und Literaturszene bietet Göttingen ein so breites wie einladendes Angebot, das es Ihnen leicht macht, Fuß zu fassen und mittendrin zu sein, statt nur dabei.

Klein
Göttingen bietet Ihnen kurze Wege und eine exzellente An- und Einbindung. Zum einen im wörtlichen Sinn: Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per ÖPNV sind Sie immer schnell dort, wo Sie gerade hin möchten – auch im Grünen oder am See. Zum anderen auch im übertragenen Sinn: Hier sind Sie keine Matrikelnummer. Am zentral gelegenen Campus und bei uns im Waldweg erwarten Sie bei einem hervorragenden Betreuungsschlüssel niedrigschwellige Vernetzungsmöglichkeiten mit Studierenden und Dozierenden des Instituts für Erziehungswissenschaft und der Fakultät für Sozialwissenschaften.

Groß
Sie haben keine Lust auf Provinz? Dann sind Sie in Göttingen genau richtig. Mit ca. 20% Studierendenanteil bietet Ihnen die Stadt eine große und vielfältige Community für Begegnung und Austausch. Göttingen hinterließ nicht nur bei der französischen Sängerin Barbara bleibenden Eindruck. Als weltoffene und internationale Stadt war und ist Göttingen auch für viele Wissenschaflter:innen und Kulturschaffende aus aller Welt immer wieder Station.
Man kommt aber nicht nur gerne hin, sondern auch gut wieder weg. Im Herzen Südniedersachsens (und damit immerhin fast genau in der Mitte Deutschlands) bietet Göttingen darüber hinaus eine sehr gute Verkehrsanbindung. Hamburg, Frankfurt oder Berlin sind nur einen ICE entfernt. Das für Studierende der Universität Göttingen stark vergünstigte Deutschlandticket macht nicht nur innerhalb Göttingens mobil, sondern ermöglicht auch Ausflüge in das landschaftlich reizvolle Göttinger Umland, den nahegelegenen Harz oder hoch zur Nordseeküste.

Verwandte und weiterführende Studiengänge

Verwandte Studiengänge

Weiterführende Studiengänge


Studienaufbau

Im Master-Studiengang „Erziehung, Bildung, Ungleichheit“ müssen Sie Leistungen im Umfang von insgesamt 120 C erbringen. Davon:

  • wenigstens 80 C im Fachstudium,
  • wenigstens 12 C in den Schlüsselkompetenzen ,
  • und 28 C im Masterabschlussmodul.

Das Fachstudium im Umfang von wenigstens 80 C gliedert sich drei Bereiche:

  • Pflichtbereich von 54 C in dem neben Grundlagen (M.EBU.10) und zentralen Dimensionen (M.EBU.20, M.EBU.21 und M.EBU.22) Erziehungswissenschaftlicher Ungleichheitsforschung die Forschungspraxis Erziehungswissenschaftlicher Ungleichheitsforschung im Rahmen eines Forschungspraktikums (M.EBU.41) eingeübt sowie die Handlungspraxis von Anti-Diskriminierungsarbeit in pädagogischen Institution (M.EBU.40) erkundet werden;

  • Wahlpflichtbereich I im Umfang von wenigstens 12 C in dem Sie aus zwei von drei spezialisierenden Perspektiven wählen (M.EBU.30, M.EBU.31 bzw. M.EBU.32).

  • Wahlpflichtbereich II im Umfang von wenigstens 18 C in dem Sie verschiedene Module aus dem Angebot des Instituts für Methoden und methodologische Grundlagen der Sozialwissenschaften wählen (IMMS).


Im Dokument „Exemplarische Studienverlaufspläne“ [PDF] sehen Sie je eine Variante unterschiedlicher Möglichkeiten der Gestaltung Ihres Studienverlaufs für den Studienbeginn im Sommer- und im Wintersemester.

Detaillierte Darstellung (gerade in der Überarbeitung)

Ordnungen und Modulverzeichnis


Bewerbung (befindet sich gerade in der Überarbeitung)

Vorstudium

  • Bachelorabschluss in Erziehungswissenschaft oder verwandten Studiengängen
  • mind. 150 ECTS zum Zeitpunkt der Bewerbung
  • Fachliche Einschlägigkeit:
    • Nachweis von Leistungen in der Erziehungswissenschaft von wenigstens 60 C (inkl. Grundkenntnisse empirischer Forschungsmethoden von wenigstens 8 C)

Sprachvoraussetzungen

  • Falls Ihre Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen Sie ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau des DSH-2 nachweisen.
  • Gute bis sehr gute Kenntnisse des Englischen werden dringend empfohlen.

Bewerbungsfristen

  • Bis zum 15. Mai für das Wintersemester
  • Bis zum 15. November für das Sommersemester

Losverfahren

  • Vom 1. Oktober - 5. Oktober für das Wintersemester
  • Vom 1. April - 5. April für das Sommersemester

Kontakt

Spezifische Fachberatung

Annegret Schallmann
Platz der Göttinger Sieben 3
37073 Göttingen

Tel. +49 551 39 27159
Fax. +49 551 39 26542

Annegret.Schallmann@sowi.uni-goettingen.de

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