Fakultät für Agrarwissenschaften

Fakultät für Agrarwissenschaften

Die Universität Göttingen hat eine Internet-Seite eingerichtet, um über aktuelle Entwicklungen an der Universität, die sich aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) ergeben, zu berichten. Bitte sehen Sie bei Fragen zu allererst dort nach.

Das Studiendekanat hat eine Liste mit dem aktuellen Stand der Module für das Wintersemester 2020/2021 (Stand 25.09.2020) erstellt. Dort finden Sie, ob und wenn auf welche Art und Weise die Module im Wintersemester stattfinden. Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Sollte ein für Sie interessantes Modul noch nicht dort erfasst sein, schauen Sie bitte in den nächsten Tagen nochmals vorbei.

ENGLISH VERSION
The office of the student dean has compiled a list of the current status of the upcoming courses in the winter term 2020/2021 (last update: 25.09.2020.) . The list provides information about how (and if) courses will be conducted in the summer term. The list is being updated continuously. If your course of interest is not yet included, please check again in the coming days.





Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.
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Göttinger Agrarökonomen treffen auf Resonanz in Wissenschaft und Medien

qaimspiller Im jährlichen F.A.Z. - Ökonomenranking positionieren sich zum wiederholten Mal zwei Göttinger Professoren weit oben

Die Agrarökonomen Prof. Dr. Achim Spiller und Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göt-tingen zählen zu den wichtigsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum, so das Ergebnis des aktuellen Ökonomenrankings der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Das Ranking listet jedes Jahr die einflussreichsten Ökonominnen und Ökonomen, die einer Universität oder einem Forschungsinstitut in Deutschland, Österreich oder der Schweiz angehören. Im Gesamtranking belegt Spiller, Professur für Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte, Rang 56. Im Teilranking Wissenschaft findet sich Qaim, Lehrstuhl für Welternährungswirt-schaft und Rurale Entwicklung, auf Platz 19. Für die Disziplin Agrarökonomie belegen die bei-den Wissenschaftler somit die besten Plätze insgesamt. mehr...



Soja- oder Ackerbohne als Futtermittel?

hühnerUniversität Göttingen untersucht Einfluss auf Fleischqualität von Zweinutzungshühnern

Die derzeitige Praxis der Geflügelproduktion ist mit ethischen und ökologischen Bedenken verbunden. Die ethischen Bedenken umfassen unter anderem das Töten von männlichen Eintagsküken von Legehühnern. Ökologische Bedenken beziehen sich auf den Import großer Mengen an Sojabohnen als Futtermittel. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat daher Alternativen untersucht: zum einen die Nutzung von heimischen Proteinquellen wie die Ackerbohne (auch bekannt als Feld- oder Saubohne), zum anderen die Nutzung von Zweinutzungshühnerrassen, die sowohl zum Eierlegen als auch zur Mast gehalten werden können. Das Ergebnis: Sowohl die Ackerbohne als Futtermittel als auch die Zweinutzungsrasse sind geeignete Alternativen, die keinen negativen Einfluss auf die Fleischqualität haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Foods erschienen. Die Studie konzentrierte sich auf die Junghähne zweier Doppelnutzungsrassen (Vorwerkhuhn und Bresse Gauloise) und einer spezialisierten Legehuhnherkunft mit hoher Legeleistung (White Rock). mehr...



Einkauf und Ernährung nach dem Lockdown: Weniger Außer-Haus-Konsum, gesteigertes Preisbewusstsein

corona einkauf Göttinger Forscherteam untersucht Verhalten und Einstellungen von Verbrauchern in Deutschland in den unterschiedlichen Phasen der Corona-Pandemie

Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen erheben seit Mitte April in einer deutschlandweiten Konsumentenbefragung, wie sich die Corona-Pandemie auf das Einkaufs-, Ernährungs- und Kochverhalten auswirkt. Mitte Juni, zu einem Zeitpunkt mit geringen Infektionszahlen und zunehmenden Lockerungen, wurden dieselben Konsumentinnen und Konsumenten noch einmal befragt. Ein Vergleich der Daten zeigt in einigen Bereichen einen Rückgang zu den Verhaltensmustern wie vor der Corona-Pandemie. Die Menschen kochten weniger zuhause, dafür gingen sie wieder häufiger einkaufen. Andere Aspekte blieben stabil, wie die gestiegene Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Lebensmittelwahl und die gestiegene Präferenz für die heimische Landwirtschaft. Die Ergebnisse sind in einem Diskussionspapier am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen erschienen. mehr...



Klimalabel im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages: Warum der Staat das drohende Klimalabel-Wirrwarr ordnen sollte

klimalabel_kleinGöttinger Wissenschaftler*innen plädieren für ein einheitliches staatliches Klimalabel

Am Montag, 14. September, berät der Deutsche Bundestag im Petitionsausschuss zum Thema CO₂-Kennzeichnung von Lebensmitteln. Das Thema ist aktuell, weil immer mehr Unternehmen ein Klimalabel auf ihren Produkten anbringen. Es ist wichtig, weil Lebensmittel global rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen verursachen. Deshalb hat sich vor kurzem auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE 2020) für ein Klimalabel auf Lebensmitteln ausgesprochen und für eine staatliche Regelung plädiert. Derzeit entwickeln sich am Markt jedoch ganz unterschiedliche Formen von Klimalabeln, solche, die CO₂-Werte in kg angeben (z. B. Oatly), andere weisen prozentuale Verbesserungen aus (z. B. Arla), wieder andere kennzeichnen eine Kompensation der Treibhausgasemissionen (z. B. CO2-neutrale Bananen). In zwei Positionspapieren geben Forscher*innen der Universität Göttingen jetzt Empfehlungen für die Gestaltung eines Klimalabels. mehr...



Göttinger Professoren beteiligen sich an Gutachten zu nachhaltigerer Ernährung

wbaeWissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz übergibt Empfehlungen an die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE), ein interdisziplinär besetztes Gremium, welches das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei der Entwicklung seiner Politik ehrenamtlich berät, übergibt heute sein neues Gutachten „Eine integrierte Ernährungspolitik entwickeln und faire Ernährungsumgebungen gestalten“ an die Bundesministerin Julia Klöckner in Bonn. Darin formuliert der WBAE neun zentrale Empfehlungen für die Transformation des Ernährungssystems, welche sich an den vier zentralen Zieldimensionen einer nachhaltigeren Ernährung orientiert, den sogenannten „Big Four“: Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierwohl.

Empfohlen werden unter anderem die schrittweise Einführung einer qualitativ hochwertigen und beitragsfreien Kita- und Schulverpflegung, die Abschaffung der Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für tierische Produkte, die Einführung einer neuen Verbrauchssteuer auf zuckerhaltige Getränke sowie die Einführung eines verpflichtenden Klimalabels für alle Lebensmittel. Das Gutachten zeigt, dass in der öffentlichen Diskussion zu häufig symbolpolitisch gestritten wird, beispielweise über Plastiktüten, statt über zentrale umweltpolitische Stellschrauben wie die Notwendigkeit eines deutlich reduzierten Konsums tierischer Produkte. Deutschland ist im internationalen Vergleich bei der Ernährungspolitik Nachzügler. Die Verantwortung wird zu stark auf die einzelnen Konsumenten verlagert; die Politik müsse stärker eingreifen und unterstützen, um nachhaltiges Verhalten zu fördern, so der WBAE. mehr...

Website zum Gutachten



Agrarforschung in Göttingen: Daten von Boden und Pflanzen für den modernen Ackerbau

besuch otte-kinastMinisterin Otte-Kinast zu Besuch an der Fakultät für Agrarwissenschaften

Auf ihrer diesjährigen Sommerreise besuchte Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast Anfang August das Versuchsgut Reinshof bei Göttingen und informierte sich dort über ausgewählte Schwerpunkte der Agrarforschung der Universität.

Auf dem Reinshof und weiteren Standorten in der Nähe Göttingens betreibt die Universität auf mehreren hundert Hektar modernste Landwirtschaft. Konventioneller und ökologischer Landbau, Tierhaltung sowie eine Biogasanlage bilden Betriebszweige ab, die in Niedersachsens Landwirt-schaft eine bedeutende Rolle spielen. Prof. Dr. Henner Simianer, der Dekan der Fakultät für Agrarwissenschaften unterstrich zur Einführung die herausragenden Bedingungen für eine wissenschaftliche wie auch praxisorientierte Agrarforschung am Standort Göttingen, da hier sowohl im Parzellenversuch als auch im Landschaftsmaßstab geforscht werden kann. mehr...



Rätsel um Auslöser für genetische Erkrankung bei Fohlen

Presseinformation: Rätsel um Auslöser für genetische Erkrankung bei Fohlen_PMForschungsteam unter Göttinger Leitung stellt Zusammenhang mit Stempelhengst infrage

Das fragile Fohlen-Syndrom beim Warmblutpferd ist eine schwere, meist tödliche, genetische Erkrankung, die sich bereits nach der Geburt bei betroffenen Fohlen zeigt. Durch den Defekt ist das Bindegewebe instabil. Bei Belastung löst sich zum Beispiel die Haut vom darunterliegenden Gewebe und die Gelenke werden instabil. Ein Forschungsteam der Universitäten Göttingen und Halle konnte nun nachweisen, dass die Krankheit nicht auf den Stempelhengst Dark Ronald XX zurückzuführen ist. Dies wurde bislang vermutet. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Animal Genetics erschienen.

Die Ursache des Gendefekts beim Warmblut konnte bereits 2012 aufgeklärt werden: Das verantwortliche Gen heißt PLOD1 und sorgt normalerweise dafür, dass sich Kollagen-Moleküle in der Haut und im Bindegewebe zu einem stabilen Geflecht verbinden können. Durch die Mutation im PLOD1-Gen kann die Quervernetzung nicht stattfinden. Unklar war bislang die genaue Herkunft der Mutation. Da die Verbreitung des Gendefekts auch in der deutschen Warmblutzucht ein Problem darstellt, hatten die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung in Verden 2019 aus den Testergebnissen von rund 2000 Pferden und deren Abstammungsdaten die mögliche Herkunft des Gendefekts ermittelt. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass der Gendefekt vermutlich auf den englischen Vollbluthengst Dark Ronald XX (1905-1928) oder dessen Vater Bay Ronald XX zurückzuführen ist, und dann über deren Nachkommen weiterverbreitet wurde. mehr...



Schon vor 200 Jahren geschätzt: alte Bäume als Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Presseinformation: Schon vor 200 Jahren geschätzt: alte Bäume als Lebensraum für Tiere und PflanzenNordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und Universität Göttingen untersuchen Geschichte eines Naturschutzkonzepts

Der Schutz alter Bäume als Lebensraum für Tiere und Pflanzen ist ein Konzept, das 200 Jahre alt ist – zu dieser überraschenden Erkenntnis kommen Wissenschaftler der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Universität Göttingen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Conservation Biology erschienen.

Alte Bäume können wahre Schatzkammern der Biodiversität sein. Häufig weisen sie eine große Krone und eine Vielfalt an besonderen Strukturen wie Höhlen, Faulstellen, absterbende Äste oder eine grobe Borke auf. Diese Strukturen bieten vielen seltenen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, also ein Habitat – daher werden solche Bäume auch als Habitatbäume bezeichnet. Das Artenspektrum reicht von Höhlen bewohnenden Vögeln, Fledermäusen oder Käfern bis hin zu Pilzen, Moosen und Flechten. Ausgewählte Habitatbäume alt werden zu lassen, ist daher ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mittlerweile ist ihr Schutz fester Bestandteil einer naturnahen Forstwirtschaft. Doch die so modern anmutende Idee des Schutzes von Habitatbäumen ist bereits 200 Jahre alt. mehr...



Insekten und Algen als Futtermittel für Geflügel?

hähnchenGöttinger Forschungsteam untersucht den Einfluss auf die Fleischqualität

Weltweit werden immer mehr tierische Produkte verzehrt, obwohl vegane und vegetarische Ernährungsstile in westlichen Ländern immer beliebter werden. Diese wachsende Nachfrage erfordert eine beträchtliche Menge an proteinreichem Futter für die landwirtschaftlichen Nutztiere. Der Anbau von Futtermitteln geht jedoch oft mit Landnutzungsveränderungen wie der Abholzung von Wäldern einher. Künftige Proteinfuttermittel sollten deshalb unabhängig von Ackerland werden. Die Insektenzucht und die Kultivierung von Mikroalgen könnten als alternative Proteinquelle dienen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass die Fleischqualität von Hähnchen, die mit bestimmten Insekten oder Mikroalgen gefüttert sind, zum Verzehr geeignet ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of the Science of Food and Agriculture erschienen.

In der Studie wurden Hähnchen mit Soja, Spirulina oder Insekten als Hauptproteinquelle im Futter gemästet und hinsichtlich ihrer Fleischqualität untersucht. Im Fokus standen dabei ihre Wachstumsleistung, die Fleischbeschaffenheit unter industriellen Verpackungsbedingungen und ihre sensorischen Eigenschaften. Die Analyse des Fleischs von 132 Tieren zeigte, dass sowohl Mehl aus Larven der Schwarzen Soldatenfliege als auch die Mikroalge Spirulina ohne große Qualitätseinbußen in Geflügelfuttermitteln einsetzbar ist. Hähnchen, die mit dem Larvenmehl gefüttert werden, produzieren Fleisch, das dem aktuellen Status quo entspricht. Werden die Hähnchen dagegen mit Spirulina gefüttert, sind sowohl die Fleischfarbe als auch der Geschmack intensiver. „Insgesamt erwiesen sich beide Proteinquellen als geeignet und stellen daher eine geeignete Alternative zu Soja dar“, so Erstautorin Dr. Brianne Altmann von der Abteilung Produktqualität tierischer Erzeugnisse der Universität Göttingen. mehr...



Zuckerrüben und Weizen werden digital: Projektstart in Göttingen auf dem Experimentierfeld FarmerSpace

PM FarmerSpace kleinRechtzeitig zur Frühjahrsbestellung hat das BMEL den Förderbescheid für das digitale Experimentierfeld FarmerSpace übergeben. Im April wurden Zuckerrüben und Sommerweizen im Versuchsfeld gesät, um hochaktuelle Themen für den zukünftigen Pflanzenschutz zu erforschen. Damit sind trotz Corona-bedingter Arbeitserschwernisse beste Voraussetzungen geschaffen, um unverzüglich in der ersten Vegetationsperiode der dreijährigen Projektlaufzeit mit der Arbeit im Feld zu starten. In einem Verbund von vier Partnern wird das Projekt FarmerSpace vom Institut für Zuckerrübenforschung an der Universität Göttingen (Projektkoordination), der Abteilung Agrartechnik der Universität Göttingen, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Institutsteil Angewandte Systemtechnik des Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Ilmenau durchgeführt.

Die Projektpartner etablieren und evaluieren Feldsensorik, IoT-Funksensornetzwerke, verschiedenste kameragestützte Messroutinen, Datennetzwerke und Robotiktechnologien für den Pflanzenschutz und fördern den Wissensaustausch mit der landwirtschaftlichen Praxis. Ein Ziel ist die engmaschige, zerstörungsfreie Erfassung von Feldparametern wie Unkrautdruck oder Krankheitsbefall. FarmerSpace ist eine Einladung zur Kooperation an Landwirte, Berater, Maschinenhersteller, Start-Ups, Systemanbieter, Modellierer, Pflanzenschutzmittelhersteller und andere Interessierte. Diese können neue Produkte und Ideen unter Feldbedingungen bei fundierter wissenschaftlicher Begleitung evaluieren und einem breiten Publikum z.B. auf Feldtagen zugänglich machen. mehr...



Gehören Tomaten in den Kühlschrank?

gehören Tomaten in Kühlschrank?Forschungsteam der Universität Göttingen untersucht den Einfluss der Lagerung auf den Geschmack von reifen Tomaten

Über die richtige Lagerung von Tomaten wird viel diskutiert. Dabei gibt es vor allem zwei weit verbreitete Möglichkeiten für Konsumentinnen und Konsumenten: die Lagerung im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen hat nun untersucht, ob es geschmackliche Unterschiede bei reif geernteten Tomaten je nach Lagerung gibt. Dabei konnte kein wahrnehmbarer Unterschied festgestellt werden – viel entscheidender ist die Tomatensorte. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Frontiers in Plant Science erschienen.

Wie verändert sich der Geschmack, wenn reif geerntete Tomaten eine handelsübliche Nacherntekette durchlaufen und im Anschluss entweder im Kühlschrank (7 Grad Celsius) oder bei Raumtemperatur (20 Grad Celsius) gelagert werden? Die Forscherinnen und Forscher der Abteilung Qualität pflanzlicher Erzeugnisse an der Universität Göttingen analysierten geschmacksrelevante Inhaltsstoffe bei neuen Tomatenkreuzungen und untersuchten sie in Zusammenarbeit mit einem Sensorikpanel. mehr...



Nachhaltiges Palmöl? Wie Umweltschutz und Armutsbekämpfung vereinbart werden können

Wie nachhaltig ist Palmöl?Wissenschaftler der Universität Göttingen analysieren Daten zu ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Effekten

Palmöl wird oft vor allem mit der Abholzung tropischer Regenwälder in Verbindung gebracht. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, wie Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen und der IPB University Bogor (Indonesien) in einer neuen Studie zeigen. Die starke Ausdehnung des Ölpalmenanbaus hat gerade in Asien auch deutlich zum wirtschaftlichen Wachstum und zur Armutsbekämpfung beigetragen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Annual Review of Resource Economics erschienen.

Für die Studie werteten die Wissenschaftler Forschungsergebnisse zu den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Effekten des Ölpalmenanbaus in Afrika, Asien und Lateinamerika aus. Die Ergebnisse aus der internationalen Literatur kombinierten sie mit eigenen Daten aus Indonesien, die sie seit 2012 im Rahmen eines interdisziplinären deutsch-indonesischen Sonderforschungsbereichs (SFB 990) erhoben haben. Indonesien ist weltweit der größte Produzent und Exporteur von Palmöl. Ein Großteil des dort produzierten Palmöls wird auch nach Europa exportiert und in der Nahrungs-, Kosmetik- und Biokraftstoffindustrie verwendet. mehr...