Abteilung für Römisches und Gemeines Recht

Seminar im WiSe 2022/23: „Juristen des 20. Juli“


Seminar Juristen des 20. Juli„Juristen des 20. Juli“
Das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und der Justizterror der Schauprozesse vor dem Volksgerichtshof haben heute einen festen Platz in der deutschen Erinnerungskultur. Dem Kreis der Verschwörer, an denen der NS-Staat grausame Rache nahm, gehörten auch zahlreiche Juristinnen und Juristen an. Ihnen, ihren Lebensläufen, Karrieren und Motiven widmet sich dieses Seminar. Durchgeführt wird es in Zusammenarbeit mit der Stiftung Adam von Trott, in deren Imshauser Räumlichkeiten im Dezember auch die Blockveranstaltung stattfinden wird.

Das Seminar richtet sich an Studierende des Schwerpunktbereichs 1 (Historische und philosophische Grundlagen des Rechts). Die Veranstaltung ist auch für Bachelor- und Masterstudierende geöffnet. Zudem besteht die Möglichkeit zur Anfertigung einer Probeseminararbeit als Zulassungsvoraussetzung zum Schwerpunktbereich (SchwPrO 2012). Über die Seminarplatzvergabe und die Anmeldefrist entscheidet der Dozent.

Die Vorbesprechung fand am Mittwoch, den 13. Juli 2022 um 12 Uhr c. t. im Raum AUDI 1.123 (Altes Auditorium) hybrid statt.

Seminarankündigung


Bedeutendster Jurist seiner Zeit?


Jehring-Bild„Erinnerung an Rudolf von Jhering an der Universität Göttingen“
Vor 150 Jahren wurde Rudolf von Jhering von Wien an die Universität Göttingen berufen, der er zwanzig Jahre lang die Treue hielt. Vor 130 Jahren starb er in Göttingen. Aus Anlass seiner Berufung und seines Todestages erinnern die Universität Göttingen und deren Juristische Fakultät an ihr ehemaliges berühmtes Mitglied. Unter Expert:innen ist der einflussreiche Rechtswissenschaftler bekannt für seine Vorarbeiten zur Entwicklung des Verschuldens bei Vertragsschluss, einem weiteren wissenschaftlichen Publikum als Impulsgeber der Rechtssoziologie. Rudolf von Jherings Wirken wird unter anderem im neuen Wissensmuseum der Universität Göttingen nachgezeichnet, wo sein Schreibtisch zu besichtigen ist.

Pressemitteilung



Recht im Unrecht – Zeitgeschichte des Recht in Diktatur und Demokratie


Recht in Unrecht-BildDie Juristische Fakultät setzt im kommenden Semester einen besonderen Akzent in der Lehre: Eine neue Vorlesung unter Beteiligung von 10 Kolleginnen und Kollegen (Hochschullehrer/innen und Early Carreers) zur Juristischen Zeitgeschichte – konzentriert auf das NS-Unrecht und den Umgang damit in der frühen Bundesrepublik sowie die Rolle des Rechts in der DDR.
Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen teilt die Überzeugung des Bundesgesetzgebers, dass alle Juristinnen und Juristen diese Fragen im Studium intensiv behandeln müssen. Schon seit langem pflegen wir in den grundständigen Vorlesungen, gerade in den ersten Semestern, die „Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Unrecht und dem Unrecht der SED-Diktatur“ (§ 5a Abs. 2 S. 3 DRiG). Nun kommt eine vertiefende Vorlesung hinzu, die die besondere Stärke der Göttinger Fakultät in der Grundlagenforschung zur Geltung bringt.
Die Veranstaltung ist natürlich offen für Hörerinnen und Hörer anderer Fächer. Sie findet im Wintersemester jeden Mittwoch um 16 Uhr c.t. im Auditorium (Aud 11) statt.

Veranstaltungsprogramm