Abteilung Geobiologie


Willkommen in der Abteilung Geobiologie!


Geologische und biologische Prozesse hängen oftmals unmittelbar zusammen, beeinflussen sich gegenseitig und haben die Biodiversität und Gestalt unseres Planeten seit mindestens 3,5 Milliarden Jahren geformt. Die Göttinger Geobiologie untersucht die Evolution der Organismen und die Wechselbeziehungen zwischen Biosphäre und der Geosphäre in der heutigen Zeit und in der erdgeschichtlichen Vergangenheit.


Neben den vielzelligen Tieren und Pflanzen, dem Schwerpunkt der klassischen Paläontologie, interessieren wir uns auch für Mikroorganismen, die unseren Planeten überhaupt erst bewohnbar gemacht und über 80% der Erdgeschichte ausschließlich dominiert haben. Wir wollen wissen, wer diese Mikroorganismen sind, ihre (Über-)Lebensstrategien verstehen und herausfinden, wie sie die Elementkreisläufe auf der Erde bis heute nachhaltig beeinflusst haben.


Die Geobiologie ist eine hoch interdisziplinäre Wissenschaft: In unseren Projekten nutzen wir modernste Methoden der Paläontologie, Geochemie, Mikrobiologie, Zoologie, Botanik und der molekularen Genetik. Geobiologische Forschung besitzt viele unmittelbar anwendbare Aspekte, z.B. für die Gewinnung und das Recycling von Rohstoffen und die Reinigung kontaminierter Ökosysteme. Gleichzeitig liefert die Geobiologie wichtiges Grundlagenwissen, um zukünftige Entwicklungen einzuschätzen und auf die Herausforderungen des Globalen Wandels reagieren zu können.


Aktuelles

Dr. Yu Pei (AG Geobiologie) wird der Adolf von Koenen-Preis 2021/22 für ihre herausragende Dissertation am GZG verliehen!

Press release: Glowing fossils: fluorescence reveals colour patterns of earliest scallops
Wolkenstein, K. (2022): Fluorescent colour patterns in the basal pectinid Pleuronectites from the Middle Triassic of Central Europe: origin, fate and taxonomic implications of fluorescence. Palaeontology. https://doi.org/10.1111/pala.12625 (open access)

Press release: Algae reveal clues about climate changes over millions of years
Rampen, S. W., Friedl T., Rybalka N. & Thiel V. (2022): The Long chain Diol Index: A marine palaeotemperature proxy based on eustigmatophyte lipids that records the warmest seasons. - PNAS 119, e2116812119. https://doi.org/10.1073/pnas.2116812119