Aktuelle Veranstaltungen

Ausstellung “Nach der Art des Landes zu leben”: Carsten Niebuhr und die Kunst des orientalischen Reisens
ImFlurGalerie | Göttinger Verlag der Kunst, Geiststr. 11, 37073 Göttingen
29. Mai 2026 bis 17. Juli 2026

Es begann alles in Göttingen. Zu Anfang der 1750er Jahre entwickelte ein neu nach Göttingen berufener Professor, der bekannte Orientalist Johann David Michaelis, die Idee, eine wissenschaftliche Expedition nach Arabia Felix, dem heutigen Jemen, zu entsenden, um die biblischen Ursprünge des Christentums zu erforschen. Der Hannoversche Graf Johann Hartwig Ernst von Bernstorff wirkte als Vermittler zu König Frederik V. von Dänemark, der sich schließlich bereit erklärte, das Vorhaben zu finanzieren.
1761 brachen die sechs Mitglieder der Königlichen Dänischen Expedition in den Orient auf. Sieben Jahre später, 1767, kehrte nur einer von ihnen zurück. Carsten Niebuhr, der in Göttingen studiert hatte und die Expedition als Mathematiker und Kartograph begleitete, wurde auf einen Schlag berühmt. Bis 1778 veröffentlichte er seinen Bericht zu der Expedition in drei reichlich bebilderten Bänden: seine Beschreibung von Arabia (1772) und die beiden ersten Bände seiner Reisebeschreibung nach Arabien (1774–1778), zu der 1837 posthum noch ein Band hinzugefügt wurde.
Diese Ausstellung widmet sich den visuellen Aspekten von Carsten Niebuhrs Reise in den Orient. Sie zeichnet Niebuhrs Reise von Göttingen in den Orient und zurück nach und versucht, den Zweck der Expedition zu erklären; was diese anfangs war und wie sie sich veränderte, und was sie für ihre Zeit so außerordentlich machte. Die Interpretation von Niebuhrs visueller Sprache wirft ein neues Licht auf Niebuhrs Orient: was sie zur Veränderung von Europas Sicht auf den Osten und auf sich selbst beitrug, und was sie uns heute noch zu sagen hat.
Niebuhr wollte zwei Geschichten gleichzeitig erzählen: Einerseits erzählte er seine Geschichte als eine von Leben und Tod. Die Kunst des Reisens zum Orient war für Niebuhr eine Kunst des Überlebens. Andererseits erzählte er seine Geschichte über das Zusammentreffen von Kulturen und Dialog, über andere Leute, ihre Sitten und ihre Lebensart. Für Niebuhr war die Kunst des Reisens zum Orient auch die Kunst, die Dinge mit den Augen der Einheimischen zu sehen. Niebuhrs Blick auf die Kunst der Orientreisen ist in Kupferstichen und Radierungen festgehalten, die seine Werke illustrierten. Mit einer Auswahl von 30 vergrößerten Reproduktionen erzählt die Ausstellung Niebuhrs Geschichte neu, indem sie mit modernen digitalen Techniken mit Formen und Größen, Farben und Licht spielt und so eine neue Sicht auf die Kunst der Orientreisen eröffnet.

Workshop: Liberty as Independence: European Perspectives on the Work of Quentin Skinner
20.-21.04.2026, Fiesole (Italien)

Workshop: Slavery/Abolitionism Project (1)
28.-29.05.2026, Eden Hotel, Göttingen

Workshop: Sharing Sovereignty in the Federal Union: Conceptions and Contestations (Federal Union Project, 2. Workshop)
15.-16.06.2026, Fiesole (Italien)

Workshop: Slavery/Abolitionism Project (2)
05.-06.10.2026, Fiesole (Italien)


Vergangene Veranstaltungen

Workshop: Peace, Prosperity and Jealousy of Trade: The State of Political Economy in Early Modern Europe
27.02.2026, Madrid, zusammen mit Universidad Complutense de Madrid


Ausstellung »Weihnachten mit Rembrandt«
im Göttinger Verlag der Kunst, Geiststr. 11, 37073 Göttingen
13. November 2025 bis 12. Februar 2026

Projekt und Workshop: »The Federal Union: Futures and Pasts of a Shared European Heritage 1515-2025«
16 - 17 September 2024

Europe is in crisis. Perhaps the European Union has even entered, as many analysts like to put it, an era of ‘polycrisis’. One of our most fundamental European debates concerns the future direction of the Union, especially in terms of its democracy, its civic cultures and its geopolitics. What should the make-up of the Union be in terms of democratic institutions? What should be its foundation in terms of citizenship and civic cultures? How should citizens and policy makers address the division and workings of sovereign powers in the Union? How should the Union act in the world of geopolitics? In short, what kind Federal Union should Europe be?

The project is co-organised with the political advisor, essayist and historian Joshua Livestro, whose study A More Perfect Union: Federal Union in Political Thought and Practice, 1500-1951 has just been published as paperback by Amsterdam University Press.
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International Workshop: »Geneva, the Swiss Confederation, and the North: Eighteenth-Century Exchanges«
organised by Jonas Gerlings, Brian Kjær Olesen, and Martin van Gelderen
8 May 2024

More than a century ago in 1910 Louis Bobé noted that “Throughout the second half of the eighteenth century, there was a rich intellectual interaction between Copenhagen and Geneva.” While Bobé restricts his assertion to Copenhagen recent studies have unearthed wider connections between Geneva and the Nordic literary public (Denmark-Norway and Sweden-Finland). Not only did Nordic writers appropriate the ideas of the Republic of Geneva, Swiss writers also displayed an influential interest in the Nordic states. The aim of this workshop is to explore these connections further through the presentation of a series of papers.
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