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Press release: Die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde

No. 54 - 05.05.2026

Wanderausstellung im Zentralgebäude der SUB vom 19. Mai bis 26. Juni 2026

 

(pug) Seit September 2014 gibt es in Berlin in der Tiergartenstraße 4 einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Eine mobile und barrierearme Präsentation der Inhalte am Gedenkort zeigt das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen vom 19. Mai bis zum 26. Juni 2026 im Foyer der Zentralbibliothek der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) am Platz der Göttinger Sieben. Die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde“ ist zu den Öffnungszeiten der SUB zu sehen (Montag bis Freitag von 8 bis 24 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 9 bis 22 Uhr), der Eintritt ist frei.

 

Das nationalsozialistische „Euthanasie“-Programm zielte auf die systematische Verfolgung und Ermordung kranker, behinderter oder sozial stigmatisierter Menschen. Im Rahmen der ersten, zentral in der Tiergartenstraße 4 in Berlin gesteuerten Aktion, wurden zwischen 1939 und 1941 etwa 70.000 Patientinnen und Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Anschließend wurden die Tötungen dezentral fortgeführt. Insgesamt fielen den „Euthanasie“-Morden mindestens 200.000 bis 300.000 Menschen zum Opfer.

 

In zehn Kapiteln informiert die Ausstellung über Vorgeschichte, Voraussetzungen und Durchführung der Morde. Sie beschreibt die zentrale Rolle der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Morde an psychisch kranken und geistig behinderten Menschen in Deutschland und Europa ab 1939.

 

Die Ausstellung wurde im Rahmen des DFG-Erkenntnistransferprojekts „Erinnern heißt gedenken und informieren“ an der TU München in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors konzipiert und deutschlandweit in zahlreichen Städten gezeigt. Weitere Informationen sind unter www.t4-denkmal.de/Start zu finden.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Silke Schicktanz

Universitätsmedizin Göttingen

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

Humboldtallee 36

37073 Göttingen

Telefon: (0551) 39-69009

E-Mail: sschick@gwdg.de

Internet: https://egm.umg.eu/ueber-uns/team/prof-dr-silke-schicktanz/